Wahlen
Die Villiger haben die Qual der Wahl: Wer wird Gemeindeammann?

René Probst und Markus Bänziger möchten als Gemeindeammann die Nachfolge von Jakob «Schebi» Baumann antreten.

Michael Hunziker
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Markus Bänziger (links) und René Probst.

Markus Bänziger (links) und René Probst.

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Spannung versprechen die Wahlen in Villigen: Gleich sieben Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich für ein Amt im Gemeinderat zur Verfügung, zwei kandidieren als Gemeindeammann – und damit für die Nachfolge von Jakob «Schebi» Baumann, der nach 15 Jahren kürzer treten wird.

Frühzeitig seine Ambitionen angemeldet hat der bisherige Gemeinderat René Probst (parteilos). Der 60-Jährige ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Als Hobbys bezeichnet er Mountainbike, Motorradfahren und Kochen. Villigen sei sein Lebensmittelpunkt und liege ihm am Herzen, antwortet er auf die Frage, warum er als Gemeindeammann-Kandidat antritt. «Somit leiste ich weiterhin einen Beitrag an meine Wohngemeinde.» Er traue sich die verantwortungsvolle Aufgabe zu, fährt er fort. Bereits seit 30 Jahren engagiert er sich für Villigen in der Feuerwehr, in verschiedenen Kommissionen sowie in Vereinen.

«Ich bin regional gut vernetzt und bringe die Erfahrung und das Wissen mit, um dieser wichtigen Aufgabe gewachsen zu sein», sagt er. Als eine seine Stärken bezeichnet er das strategische Denken. Der bisherige Kurs hat gepasst, ist Probst überzeugt. Es gelte weiterhin, den Spagat zu meistern zwischen Villigen als Aargauer Weinbaudorf einerseits sowie dem Park Innovaare als Leuchtturmprojekt der Region und des Kantons andererseits. «Dabei ist es wichtig, die Anliegen aller Beteiligten zu verstehen und Lösungen zu finden, die es weiterhin erlauben, Villigen als attraktive Wohn- und Arbeitsgemeinde zu erhalten und weiterzuentwickeln – dies immer unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten.»

Auch Bänziger hat Erfahrung

Markus Bänziger (parteilos) ist 61 Jahre alt, verheiratet, hat drei Töchter und drei Grosskinder. Zu seinen Hobbys zählen Wandern, Skifahren, Tauchen sowie Kochen. Bereits von 2006 bis 2012 sass er im Gemeinderat, musste dann wegen Tätigkeiten im Ausland den Rücktritt einreichen. «Vor meiner Frühpensionierung war ich in führenden Positionen tätig. Heute habe ich genügend Zeit und kann mich wieder für die Gemeinde einsetzen», stellt er fest.

Warum ist er der richtige Gemeindeammann? «Ich kenne die Arbeit als Gemeinderat», antwortet er. «Ich werde mich für die Interessen der Villi- gerinnen und Villiger einsetzen und ich bringe aus der Unternehmensführung die notwendigen Fähigkeiten mit.» Als Schwerpunkte, die er setzen möchte, nennt Bänziger drei: die finanzielle Situation der Gemeinde soll ohne Qualitätseinbusse mindestens gehalten werden; die Kommunikation mit den Einwohnerinnen und Einwohnern will er kundenorientiert führen; die Kompetenzen der Mitarbeitenden der Gemeinde und der Mitglieder im Gemeinderat will er gezielt einsetzen.

Am nächsten Dienstag findet ein Wahlpodium statt in der Trotte. Es besteht die Gelegenheit, die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten bei einer persönlichen Vorstellung und einem Gespräch beim Apéro kennenzulernen. Neben René Probst und Markus Bänziger sind dies: Peter Gut (bisher), Olivier Moser (bisher, kandidiert wieder als Vizeammann), Daniela Cipolat-Gotet (neu), Connie Fauver-Erni (neu) sowie Timo David Waser (neu).

Wahlpodium Dienstag, 12. September, ab 18.30 Uhr, Trotte Villigen.

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