Brugg-Windisch

Die Velofahrer dürfen sich freuen: Projekt «Bike Loft» nimmt Fahrt auf

Zur Debatte steht, das erste definitive Bike Loft Projekt der Schweiz neben dem Campus Brugg-Windisch zu realisieren.

Zur Debatte steht, das erste definitive Bike Loft Projekt der Schweiz neben dem Campus Brugg-Windisch zu realisieren.

Pro Velo setzt sich für bessere Sackggassen-Signalisationen ein und unterstützt ein Leuchtturmprojekt. In Brugg und Hausen wurden bereits knapp 40 entsprechenden Signalisationen für Fussgänger- und/oder Velofahrer umgesetzt.

Das knappe Parkplatzangebot für Velofahrer rund um den Bahnhof Brugg beschäftigt Pendler, Studenten und Politiker schon lange. «Insgesamt gehen wir von einem Manko von rund 200 Veloabstellplätzen aus», sagte Roland Schneider, Leiter Planung und Bau in Windisch, vor zwei Jahren gegenüber der AZ.

Je näher am Bahnhof desto weniger freie Plätze stünden zur Verfügung, betonte damals auch Heiner Hossli, Chef der Regionalpolizei Brugg. Ausserdem orten die SBB einen «sehr hohen Handlungsbedarf».

An der Mitgliederversammlung von Pro Velo vor wenigen Tagen informierte Präsident Hörby Künzi, dass das Veloparkierungssystem Bike Loft auf der Windischer Seite zwischen Bahnhof und Fachhochschule endlich etwas Fahrt aufnimmt. Die SBB möchten das Innovationsprojekt mit voraussichtlich 266 Veloboxen, die von einem Roboter versorgt werden, realisieren.

Noch sind zwar längst nicht alle Details klar, aber die positiven Signale vom Kanton, von der Gemeinde und von den SBB, die das Projekt leiten, freuen Bike-Loft-Entwickler Armin Wyttenbach. Er sagt: «Die SBB sprechen im Zusammenhang mit dieser schweizweit ersten Realisierung an einem Bahnhof von einem Leuchtturmprojekt.»

In Brugg und Hausen bereits umgesetzt wurden auf Anregung von Pro Velo zusammen knapp 40 Sackgassen-Signalisationen mit entsprechenden Ausnahmen für Fussgänger- und/oder Velofahrer. Die Gemeinde Windisch hat zwar die 13 von Pro Velo eingereichten Vorschläge im vergangenen November entgegengenommen und schriftlich bestätigt, aber laut Präsident Hörby Künzi noch nicht umgesetzt.

Zwei grosse Velo-Veranstaltungen

Am Samstag, 24. März, findet die 31. Velobörse auf dem Eisi-Parkplatz in Brugg statt. Angenommen werden Fahrräder, Anhänger, Zubehör sowie Scooter und Inline Skates in funktionstüchtigem Zustand von 8 bis 9.45 Uhr. Der Verkauf findet dann von 10 bis 12.30 Uhr statt. Wer anschliessend noch nicht genug hat, kann dann gleich weiter zur offiziellen Eröffnung des Pumptracks Wasserschloss.

Im vergangenen November konnte der Verein «BikeAttrAktiv» nach einer Planungsphase von 3,5 Jahren und einer Bauzeit von 9 Tagen den Pumptrack zum Befahren freigegeben. Verteilt wurden insgesamt 110 Tonnen Asphalt mit lediglich fünf Karretten. Der Pumptrack in Brugg ist der erste dieser Art im Kanton Aargau. «Er ist für alle zugänglich», sagte Beni Nyffenegger von «BikeAttrAktiv» an der Mitgliederversammlung von Pro Velo.

Grundsätzlich sei jedes Velo für das Befahren des Pumptracks geeignet «am besten ohne Körbli», betonte Nyffenegger mit einem Schmunzeln. Während dem grossen Eröffnungsfest am 24. März gibts neben der Möglichkeit zur freien Fahrt drei Pumptrack Shows von Velosolutions, und zwar um 11, 12.15 und 14 Uhr.

Barbara Horlacher verabschiedet

Aus dem Vorstand von Pro Velo in Abwesenheit verabschiedet wurde die neue Frau Stadtammann Barbara Horlacher. Sie erhielt einen speziellen Veloständer mit einem Reservationsschild, den sie beim Stadthaus aufstellen kann. Als Ersatz für Horlacher wurde mit Applaus Heike Bauer-Brösamle aus Windisch neu in den Vorstand gewählt.

Somit ist Präsident Hörby Künzi nun der einzige Brugger Vertreter. Dem Vorstand gehören aus Windisch weiterhin an Vizepräsident Wolfgang Zesch, Kassiererin Käthi Rüegg und Beisitzer Matthias Zehnder. Der Verein von Velofahrenden der Region Brugg-Windisch setzt sich für die Anliegen der Alltagsvelofahrenden ein und vertritt unter anderem deren Interessen gegenüber Behörden.

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