Mandach

Die Töffli-Buebe sind zurück: Bei dieser Tour durch den Aargau treffen sich Jung und Alt

Anzutreffen sind an der Töffli-Tour erfahrungsgemäss sowohl Jugendliche als auch Erwachsene. Das Durchschnittsalter dürfte laut Organisatoren bei 40 Jahren liegen.

Anzutreffen sind an der Töffli-Tour erfahrungsgemäss sowohl Jugendliche als auch Erwachsene. Das Durchschnittsalter dürfte laut Organisatoren bei 40 Jahren liegen.

Beim «Hirschen» in Mandach startet diesen Samstag die dritte Aargauer Töffli-Tour. Der besondere Höhepunkt der diesjährigen Fahrt ist das Benkerjoch.

Für den Weg in die Schule, in die samstägliche Disco oder gar für die ausgedehnte, abenteuerliche Fahrt in die Ferien: Das Töffli war der treue Begleiter, ein Stück Unabhängigkeit. Versehen wurde das Puch Maxi mit einem extra hohen, chromglänzenden Lenker, das Piaggio Ciao mit leuchtend roten Seitenschützen. Nicht wenige Zweitakter waren – dank weiteren Modifikationen an Zylinder, Luftfilter oder Auspuff – deutlich schneller als den erlaubten 30 Stundenkilometern unterwegs. Unüberhörbar.

Diesen Samstag können die Töffli-Fahrer wieder einmal so richtig in Erinnerungen schwelgen. In Mandach startet die 3. Aargauer Töffli-Tour. Angesprochen werden sowohl Jugendliche als auch Erwachsene, «wobei das Durchschnittsalter bei gut und gerne 40 Jahren liegen dürfte», sagt Organisator Roger Schwegler. Anzutreffen seien an diesem Ausflug ebenfalls ganze Familien.

Von der Gotthard-Tour geprägt

Schwegler ist Besitzer der grössten Töffli-Ersatzteilfirma in der Region, des Puch-Teile-Shop mit Sitz in Tegerfelden. Seit etwa 2010, stellt er fest, erlebt das Töffli einen regelrechten Aufschwung, hat die Nachfrage nach Fahrzeugen und Ersatzteilen deutlich zugenommen. Seine eigene Töffli-Zeit sei «natürlich wie bei vielen» geprägt gewesen von der Aargau–Gotthard–Tessin-Tour, erinnert er sich mit einem Schmunzeln.

Die Idee für die Aargauer Töffli-Tour sei spontan bei einem Feierabendbier entstanden, ganz unter dem Motto «komm, wir gehen nächstes Wochenende Töffli fahren». Was mit fünf Personen begann, habe sich auf eine Gruppe von 15 bis 20 Personen ausgeweitet und sei schliesslich zu einem öffentlichen Anlass geworden. 2016 wurde erstmals eine kleine Tour durch den Aargau organisiert. «Wir starteten in Mandach und fuhren dann eine gemütliche Runde.» Schon bei der ersten Austragung konnten um die 40 begeisterte Teilnehmer begrüsst werden.

«Wie damals stehen auch heute der Spass und das Beisammensein im Vordergrund», sagt Schwegler. Die Organisation sei im Laufe der Zeit, fährt er fort, aufwendiger und teilweise professioneller geworden. «Bereits bei der zweiten Tour setzten wir neben dem Besenwagen einen Verkehrsdienst zur Sicherheit der Teilnehmer ein.» Und als Radio Argovia auf den Anlass aufmerksam wurde und sich zwei Moderatoren den Spass ebenfalls nicht entgehen liessen, haben sich die Anmeldungen «im Nu» verdoppelt, erzählt Schwegler.

«Da sich alle Teilnehmer vorbildlich verhielten und es keinerlei Beschwerden gab, wurde uns auch in diesem Jahr die Bewilligung der Gemeinde Mandach als Start- und Ziel-Ort erteilt.» Ein grosses Glück sei für die Organisatoren, dass sie auf die Mithilfe der Regionalpolizei Zurzibiet zählen könnten. «Diese informiert die umliegenden Gemeinden und steht uns mit Rat und Tat zur Seite.»

Kleine Pannen gehören dazu

Treffpunkt zur 3. Aargauer Töffli-Tour ist diesen Samstag beim «Hirschen» in Mandach. Ab 9 Uhr können die Fahrzeuge abgestellt, ein Augenschein genommen, die ersten «Benzingespräche» bei einem gemütlichen Apéro geführt werden. Punkt 10 Uhr wird die Tour eröffnet und alle bewegen sich auf den Weg Richtung Leuggern.

Die rund 110 Kilometer lange Strecke führt in der Folge über Villigen, Remigen, Umiken und Schinznach nach Küttigen, dann über das Benkerjoch. Nach dem Grillplausch beim Restaurant Adler in Oberhof, bewegt sich die Gruppe weiter durchs Fricktal, wo sich die Töffli-Fahrer mit einem feinen Dessert stärken. Von da aus werden sie den Rhein entlang Richtung Etzgen fahren, um anschliessend zurück in Mandach die Zielpassage zu erreichen. Ab etwa 17.30 Uhr erfolgen die Prämierung der schönsten Töfflis sowie der gemütliche Ausklang.

Der besondere Höhepunkt der diesjährigen Tour wird sicherlich das Benkerjoch sein, «wo sich die Spreu vom Weizen trennt und man gut sehen kann, welches Modell die meiste Kraft unter dem Sattel hat», sagt Schwegler mit einem Lachen. Das Hauptziel der Organisatoren sei es wiederum, die Töffli-Tour ohne Unfälle über die Bühne zu bringen. «Kleine Pannen wie ein abgefallener Auspuff oder ein loser Sattel gehören dazu», fügt er an. «Die meisten Reparaturen können hoffentlich gleich vor Ort vorgenommen werden.»

3. Aargauer Töffli-Tour am Samstag, 7. Juli; Treffpunkt um 9 Uhr beim Gasthaus Hirschen in Mandach; Informationen, Anmeldungen und Tickets auf www.toeffli-tour.ch.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1