Erleichterung bei Peter Hochstrasser: Er wurde gestern Sonntag mit 465 Stimmen in den Gemeinderat Lupfig gewählt worden und übernimmt damit die Nachfolge von Heinz Rohr (SVP). Das absolute Mehr lag bei 373 Stimmen, eingegangen sind 745 gültige Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,7 Prozent. «Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat», sagt Peter Hochstrasser, der für die SVP kandidiert hat. «Besonders auch, weil das Resultat doch sehr deutlich ausgefallen ist. Das habe ich so nicht erwartet.» Seine Konkurrentin, Eveline Leutenegger, holte 254 Stimmen.

Als Grund für den Wahlerfolg führt Peter Hochstrasser seinen Bekanntheitsgrad im Dorf an. Er war Feuerwehrkommandant und auch sein Vater war bereits bekannt in Lupfig. «Im Dorf kennt man den Namen Hochstrasser», sagt der frischgewählte Gemeinderat. Er glaubt, dass vor allem sein ehemaliges Amt als Feuerwehrkommandant ihm im Wahlkampf geholfen hat. «Ich habe meine Arbeit damals wohl nicht allzu schlecht gemacht», meint er. Den Wahlkampf an sich hat er als sehr ruhig empfunden. «Es wäre ja auch übertrieben, auf Gemeindeebene so viel Aufwand zu betreiben.»

Das Ressort ist sekundär

Auf seine neue Aufgabe als Gemeinderat freut sich der 51-Jährige, der seit 1990 im Aussendienst der ABB tätig ist und als Servicetechniker diverse leittechnische Anlagen in KVA, Wasserkraftwerken und Industrieanlagen betreut. Welches Ressort er übernehmen werde, sei sekundär. Wichtig sei ihm, dass die Aufgaben im Gemeinderat gemeinsam gelöst werden. «Klar habe ich eine Affinität zur Feuerwehr», sagt Hochstrasser. «Aber als amtsjüngster Gemeinderat werde ich jenes Ressort übernehmen, das am Schluss übrig bleibt.»

Er hoffe, dass er die Herausforderungen zur Zufriedenheit möglichst aller werde schaffen können. «Ich freue mich vor allem auch darauf, wieder vermehrt in den Kontakt mit der Bevölkerung zu treten. Das hat mir in der letzten Zeit gefehlt.» Die wichtigsten Themen, die es aus seiner Sicht anzupacken gilt, sind die Pro-Kopf-Verschuldung, die Erhaltung der Naherholungsgebiete sowie die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden. Durch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Ressourcen sei es aus seiner Sicht sinnvoll, dass in den nächsten Jahren eine Fusion der Gemeinden im Eigenamt in Betracht gezogen wird. Das war im Vorfeld der Wahl einem Fragebogen in der AZ zu entnehmen.

Erneute Kandidatur ist möglich

Alles andere als enttäuscht zeigt sich die unterlegene Kandidatin Eveline Leutenegger am Sonntag. «Ich bin zufrieden, dass ich doch 254 Stimmen gemacht habe. Und das ohne eine Ortspartei im Rücken», sagt die 60-Jährige. Sie habe tolle Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten, die bewundert hätten, dass sie kandidiert. «Ich bedanke mich bei den Stimmbürgern für das Vertrauen.» Der Wahlkampf sei für sie spannend gewesen. Besonders wichtig war ihr, dass die Bürger eine Auswahl haben. «Nun haben die Stimmbürger entschieden und das ist für mich so in Ordnung», sagt Leutenegger.

Die selbstständige Immobilien-Treuhänderin, die als Gemeinderätin gerne die Verkehrsprobleme gelöst und sich für die Attraktivität des Gewerbes eingesetzt hätte, kann sich vorstellen, ein weiteres Mal als Gemeinderatskandidatin anzutreten.