Ursprünglich wollte Thomas Wymann nicht für den Stadtrat kandidieren. Doch nachdem bekannt wurde, dass drei der fünf Mitglieder nicht zur Wiederwahl antreten, hat er es sich anders überlegt. «Diese Konstellation ist speziell», sagt der 51-jährige Berufsoffizier. Wymann möchte das bürgerliche Lager im Stadtrat stärken.

Dass die Kandidatur mitten in den Sommerferien publik gemacht wird, hat seinen Grund: Wymann war als Nationaler Kontingentskommandant der Swisscoy bei der Kfor im Kosovo im Einsatz und kam erst vor rund zwei Monaten in die Schweiz zurück. «Ich wollte zuerst ankommen und in der Bevölkerung den Puls spüren», so Wymann.

Arbeitgeber stellt Zeit zur Verfügung

Er habe mit seiner Familie und Freunden gesprochen. Ab 1. September wechselt Wymann in den Heersstab der Schweizer Armee nach Bern. «Mein Arbeitgeber stellt mir Zeit für ein Stadtratsmandat zur Verfügung», sagt der SVP-Politiker, der gerne auch einen Teil seiner Freizeit für das Mandat einsetzen würde.

«Brugg muss unbürokratischer, bürgernäher und kreativer werden», betont Wymann. «In Kooperation mit den Nachbargemeinden hat Brugg in der Zukunft eine wegbereitende Rolle einzunehmen und sich als verlässlicher und starker Partner zu etablieren.»

Der dreifache Familienvater will sich in Brugg für «unternehmerfreundlichere Rahmenbedingungen» sowie Familienfreundlichkeit und Sicherheit durch Prävention einsetzen.