Villigen

Die Spitex Bözberg-Rein an den Grenzen ihrer Kapazität: Kommt es zum Zusammenschluss?

Die Spitex Bözberg-Rein befürchtet die Anforderungen der Versicherer bald nicht mehr erfüllen zu können. (Symbolbild).

Die Spitex Bözberg-Rein befürchtet die Anforderungen der Versicherer bald nicht mehr erfüllen zu können. (Symbolbild).

Die Stimmberechtigten entscheiden über die Zukunft der Spitex Bözberg-Rein – diese soll in die Spitex Region Brugg AG integriert werden. Die Beteiligung an den Aufbaukosten kommt an die Gemeindeversammlung.

Die Anforderungen steigen, die kleineren Spitex-Organisationen geraten mehr und mehr unter Druck. Die Spitex Bözberg-Rein soll deshalb in die Spitex Region Brugg AG integriert werden. Mit diesem Schritt, ist der Gemeinderat Villigen überzeugt, wird ein bedarfsgerechtes, qualitativ gutes und wirtschaftliches Angebot geschaffen für die ambulante Betreuung und Pflege von Personen aller Altersstufen.

Die Beteiligung am Aktienkapital sowie an den Aufbaukosten der Spitex Region Brugg AG – mit Kosten von insgesamt rund 54 500 Franken – steht an der Gemeindeversammlung am Dienstag, 5. Juni, zur Diskussion.

Die Bezugspersonen bleiben

Der Gemeinderat weist in seinen Ausführungen auf den raschen Wandel im Gesundheitswesen sowie die kommenden, grossen Herausforderungen hin. Auch der Spitexverein Bözberg-Rein stosse in zunehmendem Masse an die Grenzen seiner Kapazität und müsse befürchten, «das vom Pflegegesetz vorgeschriebene Dienstleistungsangebot oder die kantonalen Vorgaben betreffend Qualität oder die Anforderungen der Versicherer nicht mehr erfüllen zu können, und wenn dann nur mit unverhältnismässigen personellen und finanziellen Anstrengungen».

Mit der Spitex Region Brugg AG, die den Betrieb Anfang 2013 aufnahm, bestehe eine wirksame und effiziente Organisation. An verschiedenen Sitzungen wurden die Rahmenbedingungen für eine gemeinsame Zukunft besprochen, im letzten Herbst wurde ein Steuerungsausschuss gebildet, der die Integration vorbereitete. Neben Villigen sollen auch die Gemeinden Bözberg, Mönthal, Remigen, Riniken und Rüfenach Aktien bei der Spitex Region Brugg AG zeichnen und zu Miteigentümern werden.

Die Mitarbeitenden erhalten die Möglichkeit, in die neue Gesellschaft überzutreten. Um die Einsatzwege kurz zu halten, wird der Stützpunkt in Rüfenach beibehalten. Kurz: Die Klientinnen und Klienten, stellt der Gemeinderat fest, werden weitestgehend ihre gewohnten Bezugspersonen beibehalten. Abgeschlossen wird mit der Spitex Region Brugg AG eine Leistungsvereinbarung, die im Detail die Leistungen, Rechte und Pflichten regelt.

Geld für Abwasserleitung

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten über die Rechnung 2017, fünf Kreditabrechnungen sowie einen Beitrag von maximal 250 000 Franken an die Abwasserleitung des Park Innovaare.

Für die Entwässerung des gesamten Gebiets der Hightechzone ist laut Gemeinderat das Teiltrennsystem vorgesehen. Das Schmutzwasser – aus Laborgebäuden und Werkstätten sowie von Umschlagplätzen – werde über ein zentrales, neues Pumpwerk dem Abwassernetz der Gemeinde zugeführt. (mhu)

Gemeindeversammlung Dienstag, 5. Juni, 20 Uhr, Trotte.

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