Brugg/Windisch
Die Schweizer Nanotechnologen treffen sich im Campussaal

Nationaler Treffpunkt für Nanotechnologen und interessierte Wirtschaftsleute aus den Bereichen Forschung und Entwicklung: Über 400 Besucher sind an der «Swiss NanoConvention» (SNC) im Campussaal in Brugg/Windisch gezählt worden.

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Organisatoren der Swiss NanoConvention 2014: Jens Gobrecht (links) und Martin Bopp.

Organisatoren der Swiss NanoConvention 2014: Jens Gobrecht (links) und Martin Bopp.

Hightech-Zentrum Aargau

Es war bereits die vierte Veranstaltung dieser Art – nach Baden (2011), Lausanne (2012) und Basel (2013). Die Referate und Podiumsdiskussionen ermöglichten es den Teilnehmern, sich über den aktuellen Stand von nanotechnologischen Anwendungen und Forschungsergebnissen zu informieren.

In drei Jahren wieder in Region

Die SNC hat sich als wichtigste und grösste nationale Veranstaltung auf dem Gebiet der Nanotechnologie etabliert und wurde in diesem Jahr von Jens Gobrecht, Paul Scherrer Institut (PSI) und Martin Bopp, Hightech-Zentrum Aargau organisiert. Ihnen ist es gelungen, bedeutende Player der Schweizer Nanotechnologie-Szene auf die Bühne im Campussaal Brugg/Windisch zu holen.

Martin Bopp freute sich über den gelungenen Anlass: «Ein Highlight war für mich die Vielfalt der Vorträge. Es waren gegenüber anderen Jahren vermehrt Referate Richtung Umsetzung und Anwendung – sehr praxisbezogen, was ich sehr gut finde. Diese Entwicklung birgt ein grosses Entwicklungspotenzial für die kommenden Veranstaltungen – also auch für 2017, wenn die SNC wieder hier in der Region stattfindet.»

Am gemeinsamen Stand von Hightech-Zentrum Aargau, Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), Forschung, Innovation und Technologietransfer (FITT), PSI und Aargau Services Standortförderung erfuhren die Besucher mehr zu den Möglichkeiten, welche die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts den Unternehmen im Kanton Aargau bietet. Schnell wurde klar: Im Aargau gibt es viele Möglichkeiten, innovative Unternehmen zu fördern. Je nach Fragestellung finden die KMU im Aargau unkomplizierte und schnelle Lösungen beim Hightech-Zentrum Aargau oder beim FITT. Beide Organisationen arbeiten eng mit der FHNW und dem PSI zusammen.

Auf dem neusten Stand

Werner Rutsch, Präsident des Vereins NTN Innovative Oberflächen, brachte es auf den Punkt: «Während meiner früheren Tätigkeit bei der Ciba Spezialitätenchemie habe ich bereits im Jahr 2000 erkannt, dass die Nanotechnologie ein grosses Potenzial für die chemische Industrie in sich birgt und mich intensiv mit dem Thema befasst. Die SNC ist für mich eine optimale Plattform, wissenschaftliche Ergebnisse in die Wirtschaft einfliessen zu lassen.

In den zwei Tagen habe ich effizient mein Fachwissen auf den neusten Stand gebracht und mein Netzwerk gepflegt und erweitert – auch sehr wichtig für mich in meiner Funktion im Beraterausschuss ‹Nanotechnologie› beim Hightechzentrum Aargau und auch als Präsident des Vereins NTN. Neben dem fachlichen möchte ich noch festhalten, dass dieser Campussaal ein sehr gelungener Bau ist, man fühlt sich hier sehr wohl und das ist die beste Grundlage für gute Gespräche.»

Während der SNC war auch die Expo Nano – eine mobile Ausstellung rund um Nanotechnologie – zu besichtigen. Im Rahmen des Aktionsplans «Synthetische Nanomaterialien» hat Roland Charrière, Vizedirektor beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), den Auftrag, die Bevölkerung in der Schweiz zu den Chancen und Risiken der Nanotechnologe zu informieren. Die Wanderausstellung biete dafür eine gute Plattform.

Er hält fest: «64 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz ist zum Thema Nanotechnologie gar nicht oder nur wenig informiert, dies gilt es in den nächsten Jahren zu ändern. So beteiligt sich die Schweiz auch am EU-Forschungsprogramm für Nanomaterialien und ist so stets auf dem neusten Stand der Forschungsergebnisse im EU-Raum.» (az)