Engagiert und unabhängig: Noah Zurfluh aus Brugg kandidiert für die Juso bei den Nationalratswahlen. Zur Verfügung stellt sich der 21-jährige Kantonsschüler, «weil die Schweiz dringend einen Linksrutsch braucht», hält er fest und fügt an: «Nur so wird es möglich sein, sich endlich konsequent, nachhaltig und zum Wohle der Bevölkerung um die drängenden Probleme des Klimawandels und der wachsenden sozialen Ungleichheit zu kümmern.»

Schwerpunkte setzen will er denn vor allem im Bereich der Wirtschafts-, der Aussen- und der Gesellschaftspolitik, sagt er. «Zudem möchte ich mich insbesondere für eine gerechtere Verteilung von Vermögen, für ein Verbot von Waffenexporten, für einen starken Umweltschutz sowie für die Ehe für alle inklusive Adoptionsrecht einsetzen.»

Wahlchancen zwar gering, aber ...

Rein objektiv betrachtet, ist er sich bewusst, sind seine Wahlchancen als Jungpolitiker nicht allzu hoch. «Dies wird mich allerdings nicht davon abhalten, voller Elan einen engagierten Wahlkampf zu führen», betont er.

Zurfluh sitzt seit 2016 im Vorstand der Juso Aargau und ist – von Amtes wegen – auch Vorstandsmitglied der SP Bezirk Brugg. Politisch aktiv sei er, weil er sich einsetzen will für eine Welt, in der Menschen, Tiere und die Umwelt wichtiger sind als der Profit von ein paar wenigen.

Lässt sich nicht kaufen

Ein Anliegen ist ihm zudem, «dass niemand aufgrund des Geschlechts, der Herkunft, der Religion oder der sexuellen Orientierung diskriminiert, ausgegrenzt, benachteiligt oder verfolgt wird». Als Hobbys neben der Politik nennt der Brugger, der die hiesigen Schulen besucht hat, die Stichworte Tennis, Windsurfen und Gitarre.

Er lasse sich, im Gegensatz zu anderen, nicht von Lobbyistinnen und Lobbyisten kaufen, nennt Zurfluh einen Grund, weshalb ihm die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ihre Stimme geben können. «Ich werde mich in Bern konsequent für Mensch und Umwelt einsetzen», verspricht er.