Veltheim
Die Schule Veltheim hat schlechte Noten gekriegt

Die Schule Veltheim wurde durch ein Evaluationsteam erstmals beurteilt – mit negativem Resultat. Das negative Resultat trifft Schulpflege und Schulleitung empfindlich.

Elisabeth Feller
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Schulleitung und Schulpflege: Barbara Plüss und Patrick Salm. KMO

Schulleitung und Schulpflege: Barbara Plüss und Patrick Salm. KMO

Evaluationen sind fester Bestandteil des Qualitätsmanagements an den Aargauer Volksschulen. Sie werden vom Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) in Auftrag gegeben. Erstmals wurde die Schule Veltheim von einem unabhängigen Evaluationsteam der Fachhochschule Nordwestschweiz beurteilt. Jetzt liegt der Bericht vor – mit unerfreulichem Ergebnis.

Das Evaluations-Team hat in folgenden Bereichen Defizite ausgemacht und diese mit einer roten Ampel versehen: Schulführung, Qualitätsmanagement, Arbeitsklima für Lehrpersonen, Regelkonformität sowie das Schul- und Unterrichtsklima auf der Oberstufe. Das negative Resultat trifft Schulpflege und Schulleitung empfindlich. Patrick Salm, Präsident der Schulpflege Veltheim: «Wir wussten schon, dass wir an einigen Bereichen arbeiten müssen. Doch mit einem derartigen Resultat haben wir nicht gerechnet.» .

Der Schulpflege-Präsident verweist auf weitere Beurteilungen im Bericht: «Die Kontakte zwischen Schule und Elternhaus sind eingeschränkt funktionsfähig.» Dafür gibt’s eine gelbe Ampel. Eine grüne Ampel gibt es hingegen «für die Erfüllung der Betreuungs- und Aufsichtsfunktion». Zudem funktioniere die Primarschule etwas besser. «Insbesondere das Schul- und Unterrichtsklima liegt im grünen Bereich.» Worauf führt Salm das bessere Abschneiden der Primarstufe im Vergleich zur Oberstufe zurück? «Sie ist kleiner als die Oberstufe.» Zehn Lehrkräfte seien für die Primarschule zuständig, 30 Lehrpersonen hätten an der Oberstufe 220 Schülerinnen und Schüler zu betreuen. «Wir haben es mit komplexeren Aufgaben zu tun.»

Schule will offen informieren

Wie geht’s weiter? «Wir bekommen sämtliche Daten und werden diese analysieren. Dann werden wir Massnahmen erarbeiten, bei deren Umsetzung uns das Schulinspektorat begleiten wird», sagt Salm und ergänzt: «Wir haben auch schon die Fachhochschule angefragt, ob sie in einem Jahr erneut eine Befragung von Eltern und Schülern durchführen will. Sie hat Zustimmung signalisiert.» In zwei bis zweieinhalb Jahren gibt es eine Nachevaluation – aber nur in den Bereichen mit einer roten Ampel. «Danach», so Salm, «sind wir in den normalen Evaluations-Rhythmus von fünf Jahren eingebunden.»

Über alle Schritte wollen Schulpflege und Schulleitung «transparent informieren». Ab Osterdienstag wird der Evaluationsbericht auf der Gemeindeverwaltung und im Schulsekretariat aufliegen. Weiter wird über die Website der Schule sowie öffentlich informiert. Die erste Runde ist mit rund 70 Interessierten bereits über die Bühne gegangen. Patrick Salm erwähnt als positiv die vielen «ebenso konstruktiven wie kritischen Voten».

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