Bözberg
Die Schule erhält zwar viel Lob, gleichzeitig aber auch eine Hausaufgabe

Die Schule Bözberg ist gut unterwegs und erfüllt ihre Kernaufgabe zur grossen Zufriedenheit von Kindern und Eltern. Optimierungsbedarf besteht beim internen Qualitätsmanagement. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Externen Schulevaluation.

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Erfreuliches Ergebnis: Die externe Schulevaluation hat ergeben, dass an der Schule Bözberg ein gutes Unterrichtsklima herrscht.

Erfreuliches Ergebnis: Die externe Schulevaluation hat ergeben, dass an der Schule Bözberg ein gutes Unterrichtsklima herrscht.

zvg Schule Bözberg

Als letzte Schule im Kanton hatte die Schule Bözberg im Juni dieses Jahres die erste Runde der externen Schulevaluation zu bestehen, eine von Experten der Fachhochschule durchgeführte Durchleuchtung des Schulbetriebs. Bedingt durch die Gemeindefusion, war die Evaluation auf den letztmöglichen Zeitpunkt hinausgeschoben worden.

Somit sah sich die neu bestellte Schulführung nach der Betriebsaufnahme im Januar 2013 mit einer doppelten Herausforderung konfrontiert: Einerseits mussten innert Jahresfrist die Züglete an den neuen Schulstandort im Ortsteil Ursprung bewältigt, neue Lehrpersonen integriert, zwei Schulkulturen zusammengeführt und die Abläufe komplett neu organisiert werden. Andererseits war bis Februar 2014 der Nachweis zu erbringen, dass das neue Gebilde «Schule Bözberg» einwandfrei funktioniert und den Bildungsauftrag erfüllt.

Dies ist den Verantwortlichen gut gelungen, stellt das Evaluationsteam jetzt fest. Es herrsche ein lernförderliches-angstfreies Unterrichtsklima, die Elternzufriedenheit sei hoch und die Kooperation zwischen Schule und Elternfamilien funktioniere.

Auf der Höhe ihrer Aufgabe

Die Lehrpersonen sind laut Evaluationsteam zufrieden und identifizieren sich in hohem Masse mit der Schule. Die Schulführung, bestehend aus Schulpflege und Schulleitung, schliesslich sei auf der Höhe ihrer Aufgabe. Kurz: «Die Schule Bözberg erfüllt somit die Grundfunktionen einer öffentlichen Schule, was ihr durch grüne Ampeln in den genannten Bereichen attestiert wird», halten Schulpflege und Schulleitung in einer Medienmitteilung fest.

Abgesehen von der gut funktionierenden Personalführung sowie vom wirksamen Beschwerdemanagement ortet der Evaluationsbericht hingegen Nachholbedarf beim Qualitätsmanagement. Es fehle zurzeit noch an einer Entwicklungsperspektive, so der Bericht, die den Lehrpersonen als roter Faden diene und der Schule zu einer profilierten Aussenwirkung verhelfe. Zurzeit habe die Schule keine erkennbare pädagogische Linie und noch keinen einheitlichen Auftritt.

Bündel von Massnahmen

Durch ein Set von aufeinander abgestimmten Massnahmen, zum Beispiel mit der Erarbeitung eines Qualitätsleitbilds, der Etablierung von Unterrichtsteams sowie der Festlegung von Entwicklungsschwerpunkten, empfehlen die externen Fachleute, solle das Qualitätsmanagement breiter abgestützt und zu einer Gemeinschaftsaufgabe aller Akteurinnen und Akteure gemacht werden.

Lehrpersonen, Schulleitung und Schulpflege nehmen die Evaluationsergebnisse und die positive Resonanz in der Elternschaft mit Genugtuung zur Kenntnis. Sie beurteilen den Evaluationsbericht als realistische Momentaufnahme und Ermutigung, den eingeschlagenen Kurs weiterzuführen. Schulpflege und Schulleitung werden in den nächsten Monaten die Empfehlungen des Evaluationsberichts in ihre Mehrjahresplanung aufnehmen. (az)

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