In einem ersten Schritt liegt bis 25. Oktober in der Gemeindekanzlei in Villigen das Gesuch um einen verbindlichen Vorentscheid auf. Geklärt werden sollen unter anderem die Fragen, ob die Räume, die ausserhalb der Bauzone liegen, weiterhin genutzt und angepasst werden können, ob der Pavillon mit dem alten Restaurant verbunden und mit einem neuen Dach versehen werden kann.

Durchgehender Restaurant-Raum

Für das zuständige Architekturbüro Architheke AG aus Brugg steht fest: «Soll das Restaurant wieder ökonomisch und entsprechend den Vorschriften in Betrieb genommen werden, so sind erhebliche bauliche Veränderungen erforderlich.» Weil der Einbau einer zeitgemässen Küche und Buffetanlage sowie einer invalidengerechten Toilette einen beträchtlichen Teil der früheren Gaststube beanspruchten, müsse mit dem Pavillon ein durchgehender Restaurant-Raum entstehen.

Die Wärmedämmung und die Installationen im Pavillon genügen den aktuellen Anforderungen nicht mehr. «Die Gebäudehöhe muss so dimensioniert werden, dass die verlangten Lüftungseinrichtungen eingebaut werden können», hält das Architekturbüro fest. «Das Projekt sieht daher vor, den heutigen, als Estrich genutzten Dachaufbau mit Satteldach abzubrechen und durch ein flaches oder leicht geneigtes Dach zu ersetzen.»

Rechtlich zu klären sei, ob ein Ersatzbau anstelle eines Umbaus bewilligt werden könne. Die Details zur Gestaltung, Farbgebung und Materialien werden erst im Baugesuchs-Verfahren definiert.

Im Untergeschoss des Restaurants sind die Lager- und Technikräume vorgesehen. Die Wohnungen in den Obergeschossen über dem alten Restaurant sollen zu Appartements umgebaut und mit einem separaten Treppenhaus erschlossen werden.

Terrasse bleibt gleich gross

In den heutigen Abmessungen belassen wird die Terrasse. Saniert werden die Beläge und das Geländer zum Fluss. Geplant ist eine Pergola mit ausziehbaren Segeln als Wetterschutz der Gartenwirtschaft.

Vorgesehen ist weiter ein Ersatz für das Wohnhaus – ein einfacher, längs zur Aare gerichtetes Neubau mit Satteldach. Der Grund: «Die heutige Gebäudeform ist durch diverse Um- und Anbauten im Laufe der Jahre entstanden», führt das Architekturbüro aus. Das Dach sei eine «recht komplexe» Verschmelzung unterschiedlicher Formen. Kurz: «Für eine zeitgemässe Erneuerung und für die Nutzung als Wohnraum ist die Figur sehr kompliziert.»

Alles in allem wird mit Investitionen von rund 5 Millionen Franken gerechnet. Gemäss Theres Oesch, Verwaltungsratspräsidentin der Riviera Stilli AG, werden noch Partner – auch für den späteren Betrieb des Restaurants – gesucht.