Brugg

Die Sanierung ist abgeschlossen: Neumarkt-Passage ist wieder offen

© Michael Hunziker

Der Boden und die Abdichtungen sind saniert, die veralteten Veloständer bei der Migros ersetzt worden.

Sie sind nigelnagelneu – und werden bereits rege benutzt: die Veloständer in der Neumarkt-Passage in Brugg. Die Sanierung ist abgeschlossen.

Für die Stadt war klar: Packt die Eigentümerschaft Neumarkt die Erneuerung der Passage neben der Migros an, werden die veralteten Veloständer ersetzt. Diese seien bei vielen Velofahrern nicht allzu beliebt gewesen, weiss Stefan Zinniker, Bereichsleiter Tiefbau bei der Abteilung Planung und Bau in Brugg. «Der Zeitpunkt war reif für eine Modernisierung.»

Im Frühling begannen die Tätigkeiten. Der Boden und die Abdichtungen wurden erneuert, damit kein Wasser mehr in die darunter liegenden Räume dringen kann – unter anderem in die Denner-Filiale. Für die Fussgänger und die Velofahrer gab es für rund sieben Monate kein Durchkommen.

Die bestehenden Veloständer wurden aufgehoben, zur Verfügung gestellt wurden stattdessen temporäre Abstellplätze in der Umgebung. Die Sanierungsarbeiten hätten koordiniert und ohne Probleme ausgeführt werden können, sagt Zinniker. Es sei zwar zu einer leichten Verzögerung im Terminplan gekommen. Aber das Ergebnis lasse sich sehen, hält er bei einem Augenschein zufrieden fest.

Rötliche und graue Steine

Tatsächlich: Die Markierungen sind aufgefrischt, der Bereich für die Velofahrer mit rötlichen, der Bereich für die Fussgänger mit grauen Steinen versehen worden. Die Abstellplätze selber befinden sich auf einem anthrazitfarbenen Untergrund.

Der Absatz in der Mitte blieb übrigens bestehen. Statische Gründe sowie hohe Kosten sprachen gegen eine Anpassung des Bodenniveaus. Optimiert worden ist dagegen das Geländer. Es entspricht nun den aktuellen Sicherheitsvorschriften. Für die Stadt entstanden Kosten von insgesamt rund 45 000 Franken.

Auf der ganzen Länge angeboten werden rund 270 Abstellplätze, also fast so viele wie vorher. Zum Einsatz kommt – wie bereits an der Bahnhofstrasse bei der Apotheke Kuhn – das Veloparkiersystem Virola.

Dieses verfügt über bewegliche Bügel, damit die Zweiräder sicher und stabil abgestellt werden können. Es habe sich bewährt, sei akzeptiert und günstig, führt Zinniker aus. Seinerzeit am grossen Velo-Anlass im Mai 2011, an dem verschiedene Systeme getestet wurden, ging es in vielen Rückmeldungen als Sieger hervor.

Probleme im Eingangsbereich

Die Velofahrer seien recht diszipliniert, stellt Zinniker mit einem Blick auf die fein säuberlich in Reih und Glied abgestellten Zweiräder fest. Ausser beim Eingangsbereich der Migros: Hier stehen – oder liegen – die Velos kreuz und quer.

«Dieses Problem bestand schon vorher», sagt Zinniker. «Eine Lösung zu finden ist leider allerdings nicht einfach.» Er appelliert an die Velofahrer, auch einmal den einen oder anderen Meter weiter zu fahren und das Gefährt sauber im Veloständer zu parkieren, damit die Ordnung gewährleistet werden kann.

Auch wenn die Kapazität an Veloständern derzeit ausreiche: Tendenziell, wirft Zinniker einen Blick in die Zukunft, werden mehr Abstellplätze benötigt. Im Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV), der momentan zur öffentlichen Mitwirkung aufliegt, sind Massnahmen für den Langsamverkehr vorgesehen in Brugg und Windisch.

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