Brugg
Die Rutschbahn zog Scharen an: Neue Besucherrekorde in den Badis der Region

Die Badesaison geht in die letzten Tage – die Badis der Region ziehen eine unterschiedliche Bilanz.

Janine Müller
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Die 18 Meter lange Breitwellenrutschbahn in der Badi Schinznach wurde am 20. Mai eingeweiht.

Die 18 Meter lange Breitwellenrutschbahn in der Badi Schinznach wurde am 20. Mai eingeweiht.

Irene Hung-König

Der Sommer hat sich im Juni und Anfang Juli von seiner besten Seite gezeigt und den Badis in der Region schon früh zu vielen Eintritten verholfen. Nun neigt sich die Badesaison zu Neige, Zeit, Bilanz zu ziehen. Und diese fällt – trotz gutem Start – nicht bei allen gleich positiv aus.
In der Badi Brugg sprechen die Verantwortlichen von einer durchschnittlichen bis guten Saison.

Bis dato habe man 36 000 Eintritte verbuchen können. Das habe auch mit dem um drei Wochen verzögerten Saisonstart zu tun, sagt Chefbademeister Pius Huber. Dafür konnten die Gäste von einer umfassend renovierten Garderobe profitieren. «Diese wurden von den Leuten gut und positiv aufgenommen», sagt Huber. Aber: «So wie es verschiedene Menschen gibt, gibt es dazu verschiedene Meinungen.»

Der neue Pavillon inklusive WC neben dem Planschbecken sei gerne angenommen worden. Jörg Steinhardt, Projektleiter bei der Abteilung Planung und Bau in Brugg, führt aus, dass die Gäste zudem die Möglichkeit hatten, Fragebogen auszufüllen. «Die Antworten liegen vor und werden sorgfältig ausgewertet», sagt Steinhardt.

Zwei Personen gerettet

Von Besuchern bemängelt wurde beispielsweise, dass die Wassertemperatur der Duschen zu niedrig sei. «Das konnte durch neue Einstellungen korrigiert werden», sagt Steinhardt. Als Highlight bezeichnet Chefbademeister Pius Huber das «über weite Teile tolle Wetter». «Wir hatten bis heute keine Unfälle und Verletzungen zu beklagen, das scheint mir das Wichtigste zu sein», fügt er an.

So sieht das auch Markus Hung, Chefbademeister in der Badi Heumatten in Windisch. «Wir konnten gleich zwei Badeunfälle verhindern. Zwei Personen retteten wir aus dem Wasser, bevor Schlimmeres passierte.» Beide Personen – ein zweijähriges Kind und ein 87-jähriger Mann – waren bereits am Untergehen. Bis jetzt zählt die Badi in Windisch 42 000 Eintritte. Bis Ende Saison rechnet Hung mit rund 50 000 Eintritten. «Es war eine gute Saison, das Wetter hat gestimmt», sagt Hung.

«Allerdings hätte ich mit etwas mehr Leuten gerechnet.» Man merke, dass das Baden in Flüssen und Seen wieder beliebter sei. «Und die Jugendlichen kommen auch nicht mehr so häufig in die Badi. Entweder sind sie jetzt nach den Sommerferien schon wieder im Schulstress oder das Gamen zu Hause ist interessanter», mutmasst er.

Besucherrekord in Schinznach

Viel mehr Gäste als in den Jahren zuvor konnte die Badi Schinznach verzeichnen. Per 22. August zählte die renovierte Badi 20 000 Eintritte – «dies ist eine Verdoppelung der Eintritte gegenüber den Vorjahren», sagt Yvonne Berglund von der Schwimmbadkommission. «Alleine schon im Juni verzeichneten wir so viele Besucher wie in manchen Vorjahren während der ganzen Saison.»

Der neue Sprungturm mit dem 3-Meter-Brett und die Rutsche hätten die Leute in Scharen angezogen. «Die Autos mussten zeitweise bis zum Bauernhof geparkt werden», sagt Berglund. Die Rückmeldungen zur sanierten Badi seien positiv ausgefallen. Trotzdem: Am Anfang sei nicht alles rund gelaufen.

Per 1. August wurde zudem ein neues Bademeisterteam engagiert. Neu sind Perica Batista und Daniel Obrist zuständig. Als Highlight steche die Eröffnungsfeier vom 20. Mai heraus, aber auch die 1.-August-Feier. Am 2. September steht zudem noch das 1. Schenkenberger Töggeliturnier an.

Der Erfolg der Schinznacher wirkt sich auf die Gäste in der Badi Villnachern aus. «Wir hatten etwa gleich viele Eintritte wie letztes Jahr. Verändert hat sich, dass mehr Teenager nach Schinznach gehen, da es dort seit diesem Sommer eine Rutschbahn und ein 3-Meter-Sprungbrett hat», sagen die Betreiber Gertrud Schrottenholzer und Fernando Cassano. Sie freuen sich besonders auf die letzte Mittwochs-Musig morgen Mittwoch mit Famara und auf die Saisonabschluss- und 10-Jahre-Jubiläumsparty am 9. September.

Von einer durchschnittlichen Saison spricht Georges Hächler von der Badi Rupperswil-Auenstein. Diese hatte bis jetzt 39 000 Gäste. Die Gründe ortet Hächler darin, dass der Hallwilersee und auch die Aare schon Ende Mai warm waren. In Villigen werden am 31. August die Sieger der Schwimm-Trophy geehrt, inklusive Konzert der Musikgesellschaft.