Windisch
Die Römer im Kampf gegen ihre gefürchtetsten Gegner

Legionäre haben in einer Schlacht gegen die Germanen gezeigt, wie Anno Domini gekämpft wurde. Die Besucher wurden mitgenommen auf eine Zeitreise durch die römische Armee und deren Veränderungen in einer Zeitspanne von 300 Jahren.

Carolin Frei
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Die Kinder durften Legionärsschwerter basteln
13 Bilder
Kampf gegen ihre gefürchtetsten Gegner
Mit dem Wolfspelz wollte man kämpferische Stärke beweisen
Das Zeltlager der Legionäre durfte besichtigt werden
Ein Legionär erklärt, wie das römische Pfeilgschütz funktioniert
Der Helm wird auf Vordermann gebracht
Aus Schafskäse, Knoblauch und Olivenöl entsteht das Mörsergericht Moretum
Die 15
Die 15
Mit ihren Schilden bildet die 15
Perlenknüpfen, nicht nur was für weibliche Besucher
Ausbildung zum Legionär
Die Germanen kämpften auch mit Holzknüppeln

Die Kinder durften Legionärsschwerter basteln

Carolin Frei

Auf die Frage, für welche Seite sein Herz geschlagen habe, meinte der 6-jährige Wanja: «Ich bin immer auf der Seite der Sieger.» Er sei bei der Schlacht dabei gewesen und es habe ihm sehr gut gefallen. Wanja war einer der zahlreichen Besucher, die sich die Schlacht zwischen den Legionären und den Germanen, die einst die meistgefürchteten Gegner Roms waren, im Legionärspfad Windisch nicht entgehen liessen.

Ebenfalls beeindruckt von der Kampfkunst der Legionäre zeigte sich ein anderer Knirps, der 5-jährige Samuel. «Es hat Spass gemacht.» Deshalb stand für ihn ausser Frage, sich nach der Schlacht der Legionärsausbildung für Kinder zu stellen.

Zeitreise durch die römische Armee

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Vorstellung der Soldaten-Gruppen. So erfuhren die Besucher etwa, dass der Wurfspeer, der ein Schild zu durchbohren vermochte, vermutlich eine römische Erfindung war. Und man wurde darüber aufgeklärt, warum einige der Soldaten mit einem Wolfspelz ausgerüstet wurden – um ihnen ein martialisches Aussehen zu verleihen. Hätten Sie gewusst, dass ein Panzerhemd aus 35000 Ringen geknüpft wurde?

Auch die Germanen aus der Zeit von 150 bis 300 n. Chr. wurden vorgestellt. Sie seien keine Soldaten gewesen, sondern sie hätten sich als Krieger verstanden – gefürchtet für ihre Plünderzüge.

Schon Römer kannten Fastfood

Die Legionäre und Alemannen waren in einem grossen Zeltlager untergebracht, das besichtigt werden konnte. Nebst den Speeren, Schilden, Panzern, Helmen und Gewändern konnten Alltagsgegenstände begutachtet werden. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Bei der fahrenden Taverne konnte man sich unter anderem mit römischen Würsten vom Grill, Emmer-Salat oder Emmer-Köpfli verwöhnen lassen. «Emmer ist eine alte Weizensorte, die wir anbauen», sagten Rosmarie Gebhard und Robert Obrist vom Förderverein Werkstatt Schenkenbergertal.

Ihr «römisches Fastfood» komme bei den Besucher sehr gut an – so wie der ganze Anlass, wie die zahlreich befragten Angereisten unisono bestätigten.

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