Im Römerlager Vindonissa Trauben stampfen, Legionärsbrötchen backen und nach antiken Rezepten kochen: Am Vindonissapark-Fest vom 30. September stehen Gaumenfreuden und lehrreiche Spiele und Spass im Mittelpunkt. Hier können die Besucher zum Beispiel von Bader Magnus eine mittelalterliche Ernährungsberatung in Anspruch nehmen, Spannendes zu Kirchen-, Kloster- und Glaubensspeisen erfahren und bei den mittelalterlichen Gaukeleien und Spielen mitmachen.

Ein Markt rund um die Klosterkirche Königsfelden mit Köstlichkeiten von Kleinproduzenten aus der Region, Weintipps eines Gastrosophen sowie ein Quiz zu den Tischsitten im Mittelalter sind ebenso Teil des kulinarischen Gesamterlebnisses.

Mit dem Shuttlebus können Besucherinnen und Besucher vom Festgelände in den Römerrebberg Remigen fahren und dort an einer Führung teilnehmen. In einem einstündigen Programm erhalten sie aus erster Hand Informationen zum römischen Wein im Rebberg Remigen, wo Vindonissa-Winzer Rebbau nach römischer Überlieferung betreiben.

Nur Säufer wollten reinen Wein

Auch Weingott Bacchus höchstpersönlich gastiert im Rebberg, es gibt verschiedenste Weine zu degustieren und die Aromenpalette der römischen Küche zu kosten. Den Weinanbau haben vor 2000 Jahren die Römer in die Region gebracht. Die römische Weinkultur lebt im Museumsrebberg in Remigen und in drei weiteren Museumsrebbergen im Aargau bis heute weiter.

Der römische Weinanbau ist in seiner Art einzigartig, denn römischer Wein unterscheidet sich doch deutlich von den heutigen gängigen Weinen. Die Römer verdünnten, würzten, süssten oder panschten ihre Weine. In den Augen kultivierter Römer verlangten nur Säufer «mitte merum», also reinen Wein. Heute scheint das eher befremdlich.

Das Vindonissapark-Fest findet am 30. September von 10 bis 17 Uhr statt. Im Römerrebberg in Remigen erfährt man alles zur 2000 Jahre alten Weinkultur, kann Trauben stampfen, Römerwein degustieren und Weingott Bacchus begegnen. Auf dem Areal des Legionärspfads Vindonissa und beim Kloster Königsfelden in Windisch gibt es einen Markt, eine szenische Führung mit Belica oder die Möglichkeit, Legionärsbrötchen zu backen, zu kämpfen und zu trinken wie ein Legionär, aber auch Ernährungsberatung oder Weintipps und vieles mehr. Im Vindonissa Museum in Brugg kann die aktuelle Ausstellung besucht werden.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 14 Franken, für Kinder 8 Franken. Familien mit zwei Erwachsenen sowie bis zu fünf Kindern bezahlen 35 Franken. (AZ)