Nachdem die Riniker noch vor einem Jahr der Steuerfusserhöhung von 5 Prozent nicht bewilligt haben, stimmten sie gestern an der Gemeindeversammlung dem zweiten Anlauf des Gemeinderats zu. 72 von 1006 Stimmberechtigten folgten dem Vorschlag des Gemeinderats, den Steuerfuss von aktuell 105 auf 110 Prozent zu erhöhen.

Nötig wurde die Steuerfusserhöhung, weil der betriebliche Aufwand gegenüber dem Budget 2014 um 241 860 Franken auf 4,58 Mio. Franken steigt. Das entspricht laut Gemeinderat rund 6 Steuerprozenten.

Der Mehraufwand ist auf die höheren Kosten bei der Sozialhilfe und bei der Primarschule, sowie auf die Beiträge an Spitex, an den Kindes- und Erwachsenenschutzdienst und den Abschreibungsbedarf zurückzuführen.

Weitere Traktanden ebenfalls angenommen

Auch die weiteren Traktanden haben die Riniker angenommen. Der Einbürgerung eines Mannes mit zwei minderjährigen Kindern sowie das Unterhaltsreglement für Bodenverbesserungsanlagen wurde zugestimmt.

Die Änderung des Reglements drängte sich auf, weil der Unterhalt der Flurwege kostspielig ist. Dieser kann nun dank der Annahme weiterhin gerecht und nach dem Verursacherprinzip finanziert werden. An der rund zweistündigen Gmeind kamen auch noch Fragen zur Abfallentsorgung (beispielsweise von Plastik) und zu den Hochspannungsleitungen auf, die der Gemeinderat zu beantworten wusste.