Bözen

Die Richtung ist klar: Den Maskenball in Bözen ziehts nach Wild West

Immer am Ende der Fasnacht, trifft man sich in Bözen zum Maskenball. Das Besondere dieses Anlasses ist wohl, dass der Publikum von jung bis alt anzieht. Dieses Jahr wurde die 40. Ausgabe gefeiert.

40 Maskenbälle wurden in Bözen schon gefeiert und einer hat sie alle erlebt und war auch dieses Jahr wieder unter den ersten Besuchern: Der 82-jährige Heiri Pfister. «Max Rüti und ich haben den Bözer Maskenball erfunden», erzählt Pfister. «Uns hat es gestört, dass in vielen Dörfern um uns herum, Fasnacht gefeiert wurde und in Bözen gab es nichts.»

So organisierte die Männerriege den ersten Bözer Maskenball unter dem Motto «Jubel, Trubel, Heiterkeit», der gleich ein grosser Erfolg wurde. «Die Halle war voll, sogar aus Zürich kamen die Leute», erinnert sich Heiri Pfister. Und weil es so gut lief, wurde das Motto «Jubel, Trubel, Heiterkeit», für viele Jahre beibehalten.

Erst seit es in der Männerriege ein Fasnachtskomitee gibt, wird das Motto jedes Jahr gewechselt, erklärt Hans-Peter Liebhardt, Präsident der Männerriege. In den letzten Jahren verwandelte sich die Turnhalle Bözen in die Karibik, Hawai oder einen Hexenkessel; der 41. Maskenball wird im Dschungel stattfinden.

«Unsere aufwendigen Dekorationen kommen beim Publikum immer gut an. Wir haben jedes Jahr ca. 70 Masken und über 200 Besucherinnen und Besucher.» Aber es sei schon so, dass man inzwischen mehr Werbung im Vorfeld betreiben müsse als in früheren Jahren, da das Angebot an Freizeitaktivitäten viel grösser geworden sei. Hinter dem Bözer Maskenball steht die Männerriege; ein Verein, der fast 60 Mitglieder hat und im Dorf sehr gut verankert ist. Neben dem sportlichen Aspekt, ist für die Männerriege auch das Soziale wichtig.

«Es ist nie etwas passiert»

Obwohl in Bözen seit 40 Jahren Maskenball gefeiert wird und an der Fasnacht auch hin und wieder über den Durst getrunken wird, kam es zu keinerlei nennenswerten Zwischenfällen, darin sind sich Hans-Peter Liebhardt und Heiri Pfister einig. «Wir hatten Glück. Es ist nie etwas passiert, ausser dass wir manchmal am Morgen beim Aufräumen irgendwo noch einen schlafenden Besucher gefunden haben.»

Eröffnet wurde der diesjährige Maskenball wieder mit dem inzwischen traditionellen Guggenkonzert auf dem Schulhausplatz, diesmal mit den Schruubeguggern aus Sulz und den Steibruchschränzern aus Würenlingen. Danach ging es in der Turnhalle weiter mit Feiern. «Ohne mich», so Heiri Pfister. «Inzwischen gehe ich nach dem Guggenkonzert nach Hause.»

Gewonnen wurde der Bözer Maskenball übrigens von «Pinguin» Tobias Amsler aus Bözen bei den Einzelmasken und «Lucky Look und Daltons», Gymnastikgruppe und TV Bözen bei den Gruppenmasken.

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