Die Hauptübung der Feuerwehr Thalheim am Samstag war für Gerhard Wernli die letzte als Kommandant. Nach acht Jahren an der Spitze trat er zurück. Vizeamman und Feuerwehrkamerad Reto Schneider dankte ihm für die geleistete Arbeit und hiess Nachfolger Christoph Meier willkommen.

An der Übung nahmen von den 45 Aktiven der Feuerwehr rund 40 teil. Vom Feuerwehrmagazin zum Übungsort am Bachweg war es nicht weit. Das Szenario: Ein landwirtschaftliches Anwesen steht in Flammen, im Innern sind zwei Kinder von den Flammen im Estrich eingeschlossen.

Während die Wasserversorgung zur Brandbekämpfung bald stand, hatte der Atemschutztrupp im Gebäude mit Herausforderungen zu kämpfen. Die Kinder konnten zwar gefunden werden, doch das Übungsszenario sah vor, dass der Rettungsweg nach draussen versperrt ist: Das Feuer hatte das Treppenhaus schon einstürzen lassen. So blieb nur ein Weg frei für die Personenrettung – von aussen über die Drehleiter. Weil die Feuerwehr Thalheim keine solche besitzt, waren die Kollegen aus Brugg im Einsatz. Nach und nach holten die Brugger die Eingeschlossenen aus dem Gebäude – zuerst die beiden Kinder, danach die Feuerwehrkameraden aus Thalheim.

Am Ende konnte Übungsleiter Andreas Wernli melden: Personen in Sicherheit, Gebäude gelöscht. Doch bevor die Übung offiziell zu Ende war, durfte Gerhard Wernli mit den Brugger Kollegen via Drehleiter in die Höhe schweben und vom Leiterkorb aus das Übungsanwesen mit Wasser besprengen.

Wieder unten angekommen, hatten Reto Schneider und Andreas Wernli eine Überraschung für den scheidenden Kommandanten – einen Hydranten für zu Hause, mit hochprozentigem Inhalt. Wernli war 2000 in die Feuerwehr Thalheim eingetreten, bildete sich weiter, machte die Offiziers-Ausbildung und übernahm das Kommando 2010. In den acht Jahren an der Spitze, rechnete Schneider vor, habe Wernli 355 Übungen und 26 Einsätze absolviert.

Schneider hiess Wernlis Nachfolger im Kommando, Christoph Meier, willkommen und stellte das neue Kader der Feuerwehr Thalheim vor: Michael Wernli, Vizekommandant und Chef-Maschinist; André Steiner, Vize-Chef-Maschinist; Andreas Wernli, Chef Atemschutz, sowie dessen Vize Markus Dietiker. Und dann gab es noch eine Überraschung: Zwei Fahrzeuge der Feuerwehr Schenkenbergertal fuhren vor, um dem neuen Team einen guten Start zu wünschen.