Dieses Wochenende hat der erste Turnerabend seit zwölf Jahren in Villigen stattgefunden. Am Samstag wurde der Beginn des Unterhaltungsprogramms zwar durch einen Feuerwehralarm ein wenig verzögert. Diese Verspätung wurde aber bei Spaghetti à discretion und dank eines gut gelaunten Publikums kaum bemerkt.

Das Kinderturnen eröffnete den Turnerabend und bereitete mit seiner Nummer das Motto am Skilift vor. Die kleinen Knaben und Mädchen spielten auf der Bühne einen Tag im Schnee nach: vom Schneemann über die Schneeballschlacht bis zum «böbble». Anschliessend zeigte die kleine Jugi auf den Matten und den Trampolinen vor, was sie so alles beherrschen. Beim Anblick der vielen Purzelbäume hätte es den Zuschauerinnen und Zuschauer gar schwindlig werden können.

Es ging weiter mit Schnee: Während der folgenden kurzen Unterbrechung animierte Fabian Giger, Moderator des Abends, das Publikum zum Schunkeln und Klatschen zu neuen und älteren «Après-Ski-Hits». Der erste Gast des Abends folgte und brachte einen Stilwechsel. Die Mädchen des Jugendtreffs präsentierten eine selbst einstudierte Tanznummer. Der Jugendtreff blieb gleich auf der Bühne und zeigte sein Können auf den Matten, Trampolinen und Kästen in bester Parkour-Manier. Der dritte und letzte Beitrag des Jugendtreffs Villigen bewies mit einem melancholischen, schön gesungenen Lied, dass an einem Turnerabend nicht immer nur geturnt werden muss. Die Karategruppe aus Villigen gab einen Einblick in ihre Sportart. Ihre Demonstration beeindruckte auch akustisch, indem einzelne Bewegungen von Kampfschreien begleitet wurden.

Die Theatergruppe beendete die erste Hälfte des Tunerabends mit einem Sketch über das Anstehen am Skilift, wie ihn das Cabaret Rotstift nicht besser hätte schreiben können. In der Pause konnten die Gäste eine Schätzfrage beantworten, um gesponserte Preise zu gewinnen. Der Erlös, denn jeder Tipp kostete einen Franken, werden die Turner an «Jeder Rappen zählt» spenden.

Auch die Gäste trumpften auf

Das Unterhaltungsprogramm wurde von zwei weiteren Gästen eröffnet, nämlich einem Alphornbläser und einem Fahnenschwinger. Anschliessend waren es die nächsten Gäste, welche die Show fortsetzten. Die Kunstradgruppe aus Würenlingen zeigte waghalsige Akrobatik auf ihren Fahrrädern. Die kurze Wartezeit, bis die kleinen Jugi-Mädchen für die Bühne bereit waren, überbrückte der Moderator mit ein paar Witzen.

Die kleinen Jugi-Mädchen wirbelten danach um den Stufenbarren. Zwei weitere Gäste, zwei Studentinnen, zeigten eine Tuchakrobatikshow, die das Publikum gleich zweimal sehen wollte. Der Erfolg hielt den Moderator vor dem Schlussbild dazu an, einen nächsten Turnerabend in einem oder zwei Jahren in Aussicht zu stellen.