Brugg

Die Reinerstrasse in Brugg kann für knapp 2,9 Mio. saniert werden

Der Einwohnerrat hat die Kredite von knapp 2,9 Mio. Franken genehmigt für die Sanierung.

Reinerstrasse in Brugg

Der Einwohnerrat hat die Kredite von knapp 2,9 Mio. Franken genehmigt für die Sanierung.

Der Betrag ist als hoch – von vielen gar als zu hoch – erachtet worden. Trotzdem hat der Brugger Einwohnerrat der Sanierung der Reinerstrasse klar zugestimmt.

Deutlich genehmigt hat der Brugger Einwohnerrat am Freitagabend die Kredite von insgesamt knapp 2,9 Mio. Franken für die Sanierung der Reinerstrasse samt Erneuerung der Schmutzwasserleitungen und Neuerstellung der Regenwasserleitungen.

Es sei keine günstige Variante, stellte Martin Brügger (SP) fest. Aber auch wenn ihm nicht ganz wohl war bei den Kosten, attestierte er dem Stadtrat Weit- und Umsicht. Peter Haudenschild (FDP) stimmte dem Geschäft ebenfalls zu, forderte vom Stadtrat gleichzeitig – als Hausaufgabe, wie er festhielt – die Senkung des budgetierten Betrags. Als Beispiel für eine Kosteneinsparung, die geprüft werden kann, nannte er eine Totalsperrung der Strasse für eine Sanierung während den Sommerferien.

Patrick von Niederhäusern (SVP) dagegen sah keinen dringendenden Sanierungsbedarf bei der wenig befahrenen Reinerstrasse. Zudem bezeichnete er es als dreist, knapp zwei Jahre nach dem Nein des Stimmvolks zu Tempo 30 wieder auf eine Temporeduktion hin zu planen. Angesichts der finanziellen Situation von Brugg und der hohen Kosten stellte er einen Antrag auf Rückweisung. Dieser kam allerdings nicht durch und wurde klar abgewiesen.

Ohne Gegenstimmen angenommen hat der Einwohnerrat sämtliche Einbürgerungen. Zu heftigen Reaktionen führten teilweise die Vorstösse. Thema war unter anderem das Regionale Gesamtverkehrskonzept Ostaargau (Oase).

Der Einwohnerrat Brugg habe sich bisher ausgezeichnet durch seine Qualität, durch einen respektvollen Umgang, durch Achtung, durch sachliches Argumentieren und Zuhören, hob Einwohnerratspräsidentin Rita Boeck (SP) hervor. Aber einige in letzter Zeit eingereichte Vorstösse hätten sie stutzig gemacht, fuhr sie fort. Die Inhalte seien grenzüberschreitend, verletzend und diskriminierend gewesen. Sie rief den Einwohnerrat dringend dazu auf, für das Wohl der gesamten Bevölkerung einzustehen, andere Meinungen zu respektieren.

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