Brugg

Die Regionalkonferenz Jura Ost stellt sich der Öffentlichkeit vor

Noch wird der Atommüll im Zwilag in Würenlingen gelagert.

Noch wird der Atommüll im Zwilag in Würenlingen gelagert.

Wenn es um die Suche nach einem Standort für ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle geht, vertritt die Regionalkonferenz die Interessen der Region Bözberg (Jura Ost). Doch wer steht hinter dem Verein?

Einen Tag nach der 30. Regionalkonferenz Jura Ost ist die Öffentlichkeit am Donnerstag, 5. März, von 19 bis 21.15 Uhr im Salzhaus Brugg zu einer Veranstaltung eingeladen, bei der es um das Gremium selbst geht. Thematisiert werden Fragen wie: Wer ist die Regionalkonferenz Jura Ost? Was hat sie für einen Auftrag? Wer sind ihre Mitglieder und womit beschäftigen sich diese? Die Teilnahme ist kostenlos und eine Anmeldung nicht erforderlich.

Die Regionalkonferenz Jura Ost wurde am 18. Juni 2011 im Zuge des «Sachplanverfahrens geologische Tiefenlager» gebildet. Das heisst, sie vertritt die Interessen der Region Bözberg (Jura Ost) während des Standortauswahlverfahrens und allenfalls während der Planungs-, Bau- und Betriebsphase eines Tiefenlagers für Atommüll. Am 13. Dezember 2018 konstituierte sich die Regionalkonferenz auf Anordnung des Bundesamts für Energie als Verein.

Doch warum findet neun Jahre nach der Gründung der Regionalkonferenz eine Veranstaltung für die Öffentlichkeit statt? Derzeit steht beispielsweise der Bohrplatz für die erste Sondierbohrung auf dem Bözberg kurz vor der Fertigstellung. Die Idee für ein Partizipationsforum sei im Vorstand diskutiert und beschlossen worden, sagt Gerry Thönen von der Geschäftsstelle Jura Ost. Der Termin habe sich bei einer Umfrage der Beteiligten als geeignet erwiesen. Der Vorstand besteht aus Präsident Ueli Müller (Riniken), Therese Brändli (Bözberg), Peter Hirt (Döttingen), Ulrich Krieger (Laufenburg/Baden) sowie René Probst (Villigen). Bezüglich Besucherzahl im Salzhaus hat der Vorstand keine konkreten Erwartungen. Nach einer allgemeinen Einführung können sich die Leute an «Marktständen» über einzelne Themen der Konferenz und der Fachgruppen informieren. Zirka 15 Mitglieder und eine externe Moderation werden anwesend sein.

Eine öffentliche Veranstaltung, bei der die Institution selbst im Zentrum stand, gab es bei der Regionalkonferenz Zürich Nordost noch nie und ist auch nicht geplant, wie deren Präsident Jürg Grau auf Nachfrage der AZ sagt. Die Regionalkonferenz Nördlich Lägern organisiert Ende März ein Forum für Jugendliche. Ein solches war schon im letzten Herbst vorgesehen, fand aber mangels Anmeldungen nicht statt.

Meistgesehen

Artboard 1