Schinznach-Dorf

Die Raiffeisenbank setzt stärker auf die Beratung und bekennt sich so zur Region

An der Oberdorfstrasse 8 in Schinznach-Dorf sind die Bauarbeiten abgeschlossen – nun steht der Tag der offenen Tür bevor.

Warme Farben, viel Platz und Licht sowie eine alte Landkarte als Schmuck an der Rückwand: Der Eingangsbereich ist nicht mehr zu vergleichen mit der früheren, engeren Schalterhalle.

Die sorgfältig rundum erneuerte Raiffeisenbank Schinznach-Dorf kommt bei den Kunden genauso gut an wie bei den Mitarbeitern, sagt der bestens gelaunte Patrick Weber, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Aare-Reuss. «Wir haben schon viele begeisterte Reaktionen erhalten.»

Entstanden ist, erklärt ­Weber auf einem Rundgang, eine moderne Beratungsbank, die neben der grosszügigen Kundenhalle über zwei Bancomaten verfügt. An diesen sind sowohl Aus- als auch Einzahlungen möglich, einer ist sogar mit einem Münzmodul ausgestattet.

Vor allem Gewerbetreibende schätzen diese Möglichkeit: Sie können das Geld nach dem Arbeitstag vorbeibringen und den Betrag gleich ihrem Konto gutschreiben lassen.

Ein Sitzungszimmer ist rund um die Uhr zugänglich

Anders ausgedrückt: Alle Transaktionen werden neu über die Bancomaten abgewickelt. «Der Vorteil für uns ist, dass wir mehr Zeit haben für die Beratungen der Kunden», stellt Weber fest. Die Finanzwelt, fährt er fort, werde immer komplexer, Themen seien etwa Renten und Sozialwerke, Steuern oder Eigenheim.

Um den kommenden Anforderungen gerecht zu werden, ist der Personalbestand leicht aufgestockt worden. Insgesamt fünf Personen sind für die Raiffeisenbank tätig am Standort Schinznach-Dorf.

Eingerichtet sind drei Sitzungszimmer. Das vorderste mit dem Namen «Wychäller» und Platz für sechs bis acht Personen ist rund um die Uhr zugänglich. Es kann beispielsweise Vereinen für eine Vorstandssitzung angeboten werden.

Ort der Begegnung

«Auch hier möchten wir ein Ort der Begegnung sein», sagt Weber. Angrenzend an die Kundenhalle befinden sich der funktional eingerichtete Mitarbeiterbereich mit attraktiven Arbeitsplätzen sowie einem Aufenthaltsraum.

Letzte Woche ist der Betrieb aufgenommen worden an der Oberdorfstrasse 8, es wurde bereits zu einem Medienanlass eingeladen und am Samstag, 18. Januar 2020, findet – der Termin wurde bewusst nach der hektischen Weihnachtszeit angesetzt – ein Tag der offenen Tür für die gesamte Bevölkerung statt.

Das Eichenholz hat einen Bezug zum Weinbaudorf

Wichtig sei gewesen, den gesamten Eingangsbereich zu öffnen und mit der Verglasung samt dem Bogen einen Bezug zu schaffen zum Dorf, erklärt Stefan Suter vom Büro Brem+Zehnder aus Muhen.

Dieses machte beim Architekturwettbewerb, der dem Bauprojekt vorausging, das Rennen. «Es soll ein Ort sein, an den es den Leuten wohl ist.» Mit dem Eichenholz komme ein Material zum Einsatz, das ebenfalls einen Bezug habe zum Weinbaudorf, zu den Eichenfässern.

Im Februar dieses Jahres zog die Raiffeisenbank in das Provisorium beim Volg-Laden. Der Baustart sei durch die diversen nötigen Abklärungen etwas schleppend verlaufen, dann aber hätten die Arbeiten Schwung aufgenommen und Ende November abgeschlossen werden können, sagen Weber und Suter.

Bekenntnis zur Region

Ihre Ideen hätten zum grössten Teil umgesetzt werden können, ergänzen sie übereinstimmend. Einzig aus dem ursprünglich geplanten Begegnungsplatz im Aussenbereich sei wegen der gesetzlichen Rahmenbedingungen nichts geworden.

Rund 2 Mio. Franken hat die Raiffeisenbank investiert in den Neubau. Weber spricht von einem Bekenntnis zur Region. Als im Tal verankerte Genossenschaft sei es ein grosses Anliegen gewesen, die lokalen Handwerker zu berücksichtigen, fügt er an, was konsequent durchgezogen werden konnte.

Die Zusammenarbeit sei sehr angenehm gewesen. «Das ist am Ergebnis zu sehen, das uns grosse Freude macht.»

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