Die neuen Sterne sind aufgegangen

Die Brugger Weihnachtsbeleuchtung ist am Freitagabend feierlich in Betrieb genommen worden.

Michael Hunziker
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Schülerin Lya Guggisberg und Designer Cuno Jent bringen die neuen Weihnachtssterne zum ersten Mal zum Leuchten.

Schülerin Lya Guggisberg und Designer Cuno Jent bringen die neuen Weihnachtssterne zum ersten Mal zum Leuchten.

Bild: mhu

Mehr als 80 Jahre trennen sie: Drittklässlerin Lya Guggisberg und Designer Cuno Jent. An ihnen war es gestern Freitagabend, die symbolischen grossen Stecker zusammenzufügen und die neuen Brugger Weihnachtssterne zum ersten Mal zum Leuchten zu bringen.

Eine Weihnachtsbeleuchtung sei ein Generationenprojekt, sagte FDP-Stadtrat Reto Wettstein. «Was wäre Weihachten ohne eine schöne Beleuchtung, ganz besonders in diesem Jahr?», fragte er die Gäste bei seiner Begrüssung beim Erd­beeribrunnen. Die alten, schweren Sterne, blickte Wettstein zurück, wiesen nach rund 50 Jahren Schäden auf. Die Beschaffung der neuen Weihnachtsbeleuchtung aber sei verbunden gewesen mit einer längeren Vorlaufzeit und einigen Unsicherheiten.

Bei diesem Thema kann viel falsch gemacht werden

Vor rund drei Jahren begannen die Gespräche zwischen der Energieversorgerin IBB sowie der Stadt. Weil bei diesem Thema viel falsch gemacht werden kann – «die Weihnachtsbeleuchtung muss allen gefallen, alle müssen sie anschauen und Freude daran haben», so Wettstein –, wurden verschiedene Varianten vorgestellt. Die Bevölkerung war vor rund einem Jahr aufgerufen, ihre Meinung kundzutun. Viele sprachen sich für ein Sternensujet aus.

Cuno Jent aus Umiken, der schon beteiligt war an der Gestaltung der alten Weihnachtsbeleuchtung, meldete sich bei der Stadt, präsentierte Vorschläge für eine moderne, massgeschneiderte Lösung. Zusammen mit der Firma MK Illumination, Wallisellen, erfolgte die Ausarbeitung. Anfang September schliesslich genehmigte auch der Brugger Einwohnerrat den Beitrag von 172000 Franken an die Investition.

Auch die Umgebung wird in Szene gesetzt

Insgesamt 480 LED-Lämpchen sind installiert, verteilt auf 20 Weihnachtssterne, erklärte Eugen Pfiffner, CEO der IBB Energie AG. Neben diesen sogenannten Überspannungen sei es das Ziel gewesen, mit der neuen Weihnachtsbeleuchtung auch die Umgebung und ausgewählte Gebäude in Szene zu setzen, wie etwa den Schwarzen Turm und die Alte Aarebrücke, die nun von weitem zu sehen sind. Ebenfalls beleuchtet sind die Eisi-Halle oder die Bäume auf dem Neumarktplatz. In Zukunft werde die öffentliche Beleuchtung mit einer intelligenten Steuerung versehen werden, verriet Pfiffner, bevor es auf den Rundgang ging. Auf diese Weise bestehe die Möglichkeit, die Beleuchtung sehr schön zu gestalten im ganzen Stadtgebiet sowie im Ortsteil Schinznach-Bad.