Der Bus wird künftig bevorzugt auf der Zurzacherstrasse in Brugg: Erstellt werden im Auftrag des Kantons eine neue Lichtsignalanlage bei der Einmündung der Langmattstrasse sowie eine Busschleuse vor der Haltestelle Au – eine Busbucht mit Lichtsignal. Nächste Woche beginnen die Bauarbeiten. Die Massnahmen sind hervorgegangen aus dem Verkehrsmanagement Brugg Regio, erklärt André Leibacher, Projektleiter Verkehrstechnik beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Das Ziel sei es, den öffentlichen Busverkehr zu beschleunigen und den Verkehrszufluss Richtung Zentrum Brugg zu steuern, «sodass das bestehende Strassennetz möglichst optimal ausgelastet werden kann». Die Lichtsignalanlagen werden übrigens nur zu Verkehrsspitzenzeiten in Betrieb sein. Bei der Busschleuse Au gewährleistet die vorgelagerte, einfache Ampel, dass der Bus seine Position bei Stau halten kann.

Fussgänger erhalten Umleitungen

In erster Linie müssen für dieses Vorhaben neue Kabelverbindungen ab der Casino-Kreuzung bis zur Einmündung der Langmattstrasse realisiert werden. Während der gesamten Bauzeit bis Oktober dieses Jahres sei mit kurzfristigen Behinderungen auf der Fahrbahn zu rechnen, teilt das BVU in einer Medienmitteilung mit. Aber: «Um den Verkehr auf der Zurzacherstrasse so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, erfolgen die Bauarbeiten mehrheitlich auf dem Trottoir.» Für Fussgänger werden signalisierte Umleitungen via Quartierstrassen eingerichtet.

«Die Bauarbeiten werden in vier Phasen durchgeführt, wobei die Etappen nahtlos ineinander übergehen», ergänzt Projektleiter Leibacher. In einem ersten Schritt stehen die Tätigkeiten zwischen den Einmündungen Rebmoosweg bis Weiermattweg auf dem Programm. Ab etwa Juli folgt der Abschnitt bis zum Grenzweg, ab August der Abschnitt bis zur Langmattstrasse. In der vierten Bauphase voraussichtlich ab September gilt das Augenmerk der Kreuzung Zurzacherstrasse/Langmattstrasse. Die Gesamtkosten für die Massnahmen sind auf rund 870 000 Franken veranschlagt.

Es kommt zu Verspätungen

Der Verkehr auf der Zurzacherstrasse hat in den letzten Jahren zugenommen. Mittlerweile werden im Durchschnitt täglich rund 18 000 Fahrzeuge gezählt – mit der Folge, dass der öffentliche Verkehr behindert wird. Immer wieder kommt es zu Verspätungen, die Fahrpläne können nicht eingehalten werden und die Anschlüsse am Bahnhof sind nicht gewährleistet.
Die Massnahmen aus dem Verkehrsmanagement Brugg Regio waren ein Thema im Einwohnerrat im Oktober des letzten Jahres. Die Teilprojekte wurden nach intensiver Diskussion genehmigt.