Birr
Die neue Sportstätte ist Garderobe, Lager und Kiosk

Birr Mit der neuen Sportstätte sollen die Vereine – allen voran der FC Birr – eine zeitgemässe Infrastruktur erhalten. Kostenpunkt: 710000 Franken.

Michael Hunziker
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Die Visualisierung zeigt das geplante Gebäude.

Die Visualisierung zeigt das geplante Gebäude.

zvg / j. + d. schatzmann ag, arc

Geplant ist die neue Sportstätte in Birr unmittelbar bei den heutigen Sportanlagen. Eingerichtet werden zwei Garderoben mit je einem Duschraum, ein Vereinslokal, zwei WC-Anlagen sowie ein Allzweckraum für Schiedsrichter/Speaker/Sanität. Weiter zu finden ist ein Technik- und Hauswartraum.

Das Vereinslokal erhält gemäss Gemeinderat eine Kleinküche und kann durch das Herunterklappen einer Verkaufsfläche als Kiosk genutzt werden. «Die Vereine sollen das Lokal selbst bewirtschaften können.» Geheizt wird mit einer Wärmepumpe. Für die Nasszellen ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen. «Das ausgeklügelte Konzept ermöglicht es, die Sportstätte bei einem künftigen Raumbedarf modular zu erweitern», führt die Behörde aus. Somit sei es möglich, den kommenden Bedürfnissen gerecht zu werden.

FC Birr beteiligt sich

Sportgeräte und weiteres Material werden im Aussenbereich in zwei Containern untergebracht, die mit einer Holzfassade verkleidet werden. Der restliche Aussenraum, fährt der Gemeinderat fort, wird kostengünstig mit Verbundplatten für Gehwege und Plätze gestaltet.

Das zentral gelegene Gebäude soll von allen Vereinen genutzt werden können, fügt der Gemeinderat an, sei dies für Versammlungen oder Sitzungen im Vereinslokal, als Kiosk beziehungsweise Restaurant bei Veranstaltungen auf den Aussenanlagen, als Materiallager oder ganz einfach als Garderobengebäude. Realisiert wird die Sportstätte auf einem Grundstück der Einwohnergemeinde in der öffentlichen Zone.

Sie wird sich im Besitz der Gemeinde befinden. Als Nutzniesser wird sich der FC Birr an den Kosten beteiligen. Um einen finanziellen Beitrag angefragt werden übrigens ebenfalls die Nachbargemeinden. Denn viele Mitglieder des FC Birr stammen nicht aus dem Dorf selber, hält der Gemeinderat fest. Der Verein übernehme somit auch eine regionale Aufgabe im Bereich Jugend und Freizeit.

Eigentlich fehlt das Geld

Der 1967 gegründete FC Birr ist mit 155 Junioren und 80 Aktiven der grösste Verein im Dorf. Bis 2014 befanden sich die Garderoben in Containern auf dem Areal der ABB Immobilien AG. Diese waren allerdings nicht mehr in einem zeitgemässen Zustand. Seither werden die Garderoben der Sporthalle benutzt. Eine Arbeitsgruppe nahm die Planung eines neuen Gebäudes an die Hand, das ein möglichst hohes Kosten- Nutzen-Potenzial aufweist.

Der Gemeinderat, so das Fazit, beurteilt das Vorhaben grundsätzlich als positiv und wertvoll. Er ist sich allerdings bewusst, «dass die aktuelle Finanzlage ein solches Projekt zurzeit eigentlich nicht zulässt, weshalb der Investitionsentscheid dem Stimmvolk überlassen werden soll». Die Gemeindeversammlung entscheidet über den Kredit von 710 000 Franken.

Gemeindeversammlung Freitag, 10. Juni, 20.15 Uhr, Mehrzweckhalle
Nidermatt.

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