Der Pinke Panther Paulchen hat eine Stunde gestohlen. Das stört die Musikgesellschaft Villnachern aber nicht, sie beginnt ihr Jahreskonzert mit dem Stück «Where Eagles Soar». Christina Brunner, die das Konzert moderiert, erklärt: «Heute hat der Tag nur 23 Stunden. Für den Abend spielt das aber keine Rolle. Stellen Sie Ihre Uhr doch erst auf dem Nachhauseweg um.» Während sie die vielen Vereinsdelegationen begrüsst, schleicht Paulchen schon wieder herum und stellt die grosse Uhr auf der Bühne auf Marsch-Zeit: Die Musizierenden spielen dementsprechend den «Mussinan-Marsch.»

Als nächstes stellt der Pinke Panther die Zeit irisch ein. Der Musikgesellschaft gefällt das, weil sie nun ihr Wahlstück «Dublin Pictures» für das kantonale Musikfest im Juni in Laufenburg spielen kann. Die Vorfreude auf das Fest treibt die Musizierenden in eine kleine Kneipe, und sie spielen «Het kleine Café aan de Haven».

Uhren und Zeitverschiebung

Paulchen bleibt währenddessen nicht untätig und dreht weiter an der Uhr. Dabei kommt in der Musikgesellschaft der Wunsch nach ruhigeren Zeiten auf: Sie spielen «Grandfather’s Clock» und erinnern sich an eine Zeit ohne Smartphones. Das Schleichen hat Paulchen müde gemacht, und er kann die Pause kaum mehr erwarten: «Bevor wir die Pause geniessen, spielen wir noch ein Stück, denn schliesslich sind ‹Wir Musikanten›», hält Christina Brunner lachend fest.

«Neben den kurzen Einspielern per Beamer und dem Einmarsch mit der Fahne ist es ein klassisches Jahreskonzert, wie wir es immer veranstalten», sagt Sämi Tobler, Co-Präsident der Musikgesellschaft Villnachern. Das Motto «Wer hat an der Uhr gedreht …» habe sich bei dem Datum des Konzerts einfach angeboten, erklärt Tobler weiter. Zeit und Uhren ziehen sich wie ein roter Faden durch den ganzen Abend.

Kurze Nacht

Mit dem Stück «Ding a Dong» melden sich die Musizierenden, die nun alle ein pinkes Accessoire oder Kleidungsstück tragen, zurück aus der Pause. Nachdem sie mit einem Medley aus Hits von Nena das Publikum unterhalten haben, taucht neben Paulchen auch noch Wicki auf, aber ohne die starken Männer. Die beiden bringen die Musikgesellschaft dazu, «Root Beer Rag» zu spielen. Paulchen entscheidet, dass es Zeit fürs Tanzen ist, und die Musikgesellschaft ist der gleichen Meinung und spielt «Dirty Dancing».

Nachdem das Publikum sich dann auch noch Titelmelodien von Zeichentrickserien angehört hat, ist es Zeit, sich zu verabschieden: Die Musizierenden spielen «Time to say Goodbye». «Auf dem Nachhauseweg sollten sie sich nicht fragen, ist es wirklich schon so spät, denn heute haben wir an der Uhr gedreht», sagt Fabienne Fischer, Co-Präsidentin der Musikgesellschaft. Nach zwei Zugaben ist das Konzert beendet und diejenigen, die noch nicht nach Hause gehen, geniessen die kurze Nacht in der Bar.