Fusion

«Die Mehrheit der Birrer Bevölkerung freut sich auf die Birrharder»

Von lins Markus Leimbacher; Markus Büttikofer, Gemeindeammann Birr; Ursula Berger, Gemeindeammann Birrhard; Ruedi Leder

Von lins Markus Leimbacher; Markus Büttikofer, Gemeindeammann Birr; Ursula Berger, Gemeindeammann Birrhard; Ruedi Leder

Diesen Freitag entscheiden die Stimmbürger über die Fusion von Birr mit Birrhard. Die neue Gemeinde würden im Falle eienes «Ja» ab 2016 dann Birr heissen. Markus Büttikofer, Gemeindeammann Birr sieht in einem Zusammenschluss nur Vorteile.

Weshalb dachten Sie an ein Zusammengehen mit Birr respektive Birrhard?

Die 2008 von Birrhard ausgegangene Anfrage an den Gemeinderat Birr bezüglich einer gemeinsamen Zukunft ist bei uns auf positives Echo gestossen. Ich habe die umfassenden Abklärungen und Vorarbeiten als sehr sinnvoll erachtet. Speziell das Zusammenfinden einer grösseren mit einer kleinen, anders strukturierten Kommune ist eine interessante Herausforderung.

In welchen konkreten Bereichen wird sich ein Zusammenschluss positiv auswirken?

Aus Birrer Sicht ergibt eine Fusion eine ausgewogenere Bevölkerungsstruktur. Sicher ist die Stärkung des Steuerpotenzials zu erwähnen, die neue Gemeinde erhält neu ruhige Wohnlagen in ländlicher Umgebung (Einfamilienhaus-Zone ). Anstehende Ausbauten der Infrastruktur - beispielsweise Gemeindehaus - in Birr können durch eine teilweise Umnutzung von öffentlichen Bauten in Birrhard abgewendet werden.

Was erhoffen Sie sich persönlich von der neuen Gemeinde Birr?

Eine Signalwirkung für weitere Kommunen, sich aktiv mit der eigenen Stellung gegenüber den Nachbargemeinden zu befassen, die nötigen Abklärungen zu treffen und die Zukunft zu planen. Die bereits ausgereizte und administrativ aufwendige Zusammenarbeit auf vielen Gebieten könnte wesentlich einfacher gestaltet und umgesetzt werden.

Vor welchen grossen Herausforderungen steht die neue Gemeinde Birr?

Birr gehört mit seinem Industriegebiet in die geplante Hightech-Zone Eigenamt, eine Fläche von wirtschaftlich überkantonaler Bedeutung. Viele neue Aufgaben mit umfangreichen finanziellen Konsequenzen stehen an: Neues Pflegegesetz, bessere Erschliessung mit öffentlichem Verkehr durch S-Bahn-Anbindung, notwendige Infrastrukturen, um nur einige zu nennen. Eine positive Herausforderung ist die Bewirtschaftung der zu erwartenden Summe aus dem Fusionskässeli während der nächsten 8 Jahre. Der Kanton bietet hier grosszügige Unterstützung.

Wie schätzen Sie die derzeitige Stimmung der Bevölkerung im Hinblick auf den Zusammenschluss ein?

Der vor kurzer Zeit durchgeführte Informationsanlass hat trotz kritischen Fragen ein allgemein positives Bild ergeben. Sicher haben einige Bürgerinnen und Bürger Bedenken im Hinblick auf den Verlust der Eigenständigkeit. Die Mehrheit der Birrer Bevölkerung freut sich jedoch auf die Birrharderinnen und Birrharder.

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