Die Erleichterung ist gross bei den Mitgliedern von Kirchgemeinde und Kirchenpflege sowie beim Seelsorgeteam: Die Marienstatue kommt wieder an ihren ursprünglichen Platz in der Vitrine bei der katholischen Kirche in Windisch. «Die Freude darüber, dass wir die Marienstatue zurückhaben, ist riesig», sagt Gemeindeleiter Simon Meier.

Rückblick: In der Nacht auf den 1. Mai trieben Vandalen ihr Unwesen bei der katholischen Kirche St. Marien. Sie verwüsteten Blumen und zerstörten Töpfe auf dem Kirchenplatz. Das Glas der Vitrine bei der Treppe schlugen sie ein, die Marienstatue aus Holz rissen sie heraus und warfen sie auf dem angrenzenden Grundstück ins Gras. Die Bestürzung und das Unverständnis waren gross. Die Kirchenpflege erstattete Anzeige.

Alle Originalteile gefunden

An der Marienstatue, die seinerzeit von Walter Hollinger geschnitzt wurden, brachen filigrane Teile wie Zacken der Krone oder ein Fuss ab. Glücklicherweise, sagt Gemeindeleiter Meier, konnten die meisten wieder rund um die Vitrine gefunden werden. «Sie lagen im Gras.» Anders gesagt: Für die Restaurierung standen die Originalteile zur Verfügung, die wieder angesetzt werden konnten. Ausgeführt wurden die Arbeiten in den letzten Wochen im Atelier Kress in Brugg.

Mit dem Resultat ist Meier sehr zufrieden. «Die Marienstatue konnte wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht werden. Von den Beschädigungen ist praktisch nichts mehr zu sehen.» Auch die Vitrine ist in der Zwischenzeit angepasst, das Glas ersetzt worden.
Die Reparatur der Marienstatue kostete einige Hundert Franken – etwas weniger als ursprünglich angenommen, weil keine wesentlichen Teile fehlten und neu hergestellt werden mussten.

Symbolischer Wert ist erheblich

Der materielle Schaden, der abzüglich des Selbstbehalts von der Versicherung getragen wird, habe aber so oder so nie im Vordergrund gestanden, gibt Meier zu bedenken. Vielmehr habe die Marienstatue einen erheblichen symbolischen Wert, ist doch Maria die Schutzpatronin der Kirche. Von der Täterschaft fehlt übrigens nach wie vor jede Spur. Bei der Polizei gingen – trotz Zeugenaufruf – nur sehr wenige Hinweise ein.

Am Kirchweihfest diesen Sonntag ist die Maria ein Thema. Der Gottesdienst wird von Pater Solomon geleitet und beginnt um 9.30 Uhr. Vorgesehen ist eine kleine Prozession, bei der Statue an ihren früheren Platz in der Vitrine gebracht und neu gesegnet wird.