Zeihen/Hornussen
Die Lotterstrasse mit den Flickstellen wird saniert

Der Kanton tritt die desolate Ortsverbindungsstrasse zwischen Zeihen und Hornussen nun doch nicht an die beiden Gemeinden ab – er saniert sie.

Walter Christen
Drucken
Teilen
Die K482 zwischen Zeihen und Hornussen soll endlich saniert werden. chr (Archiv)

Die K482 zwischen Zeihen und Hornussen soll endlich saniert werden. chr (Archiv)

Die Kantonsstrasse 482 ist die Ortsverbindung zwischen Zeihen und Hornussen. Sie ist auch Schulweg und wird von den Bauern mit ihren landwirtschaftlichen Maschinen benützt. Und sie ist noch etwas – eine Lotterstrasse in desolatem Zustand, übersät mit unzähligen Flickstellen. Die K 482 muss daher dringend saniert werden.

Gemeinden wollten Strasse nicht

Der Kanton wollte die Strasse anfänglich an die beiden Gemeinden abtreten, weil sie innerhalb des Kantonsstrassennetzes keine eigentliche Netzfunktion hat und eher den Charakter einer Gemeindestrasse aufweist. Die Verkehrsbelastung beträgt rund 1000 Fahrzeuge pro Tag.

Die Gesamtlänge von 3400 Metern teilt sich auf in rund 700 Meter Innerortsstrecken in Hornussen und Zeihen und 2700 Meter Ausserortsstrecken. Doch die beiden Gemeinden wehrten sich gegen dieses Vorhaben und erhielten dabei Unterstützung von Grossrat Christoph Riner aus Zeihen, der im Kantonsparlament eine Interpellation einreichte und sich für den Erhalt des Kantonsstrassenstatus einsetzte.

Der Zeiher Grossrat warf die Frage nach der Verantwortlichkeit bei Unfällen auf, welche sich auf der desolaten Strasse geradezu abzeichnen würden. Darüber hinaus wies er darauf hin: «Die stets wiederkehrenden Instandstellungsarbeiten belasten den Kanton unter dem Strich viel mehr, als wenn die Strasse einmal totalsaniert würde.» Sein Vorstoss hatte Erfolg, denn die Verantwortlichen beim Kanton änderten ihre Meinung und attestierten der Strasse einen schlechten Zustand und stellten einen jährlich steigenden Aufwand für die nötigsten Instandhaltungsmassnahmen fest.

Dass die Strasse in den nächsten Jahren im Kantonseigentum bleiben wird, freut Christoph Riner: «Es war ein Erfolg und hat gezeigt, dass sich der Einsatz gelohnt hat. Ich war halt der Böse, musste mich jedoch für die Gemeinden einsetzen. Denn mit der vom Kanton verfolgten Strategie der Abtretung der Strasse konnte ich mich nicht anfreunden», sagte er der Aargauer Zeitung.

Gestern Mittwochabend fand übrigens ein Treffen zwischen Vertretern des Kantons und den Landbesitzern statt. Denn deren Meinung zum Projekt, das sich im Entwurfsstadium befindet, interessiert die Planer.

Aktuelle Nachrichten