Brugg Regio
Die letzte Vorstandssitzung ihrer Art – in Zukunft bleiben Gäste draussen

Der Brugger Stadtammann Daniel Moser ist neuer Präsident des Regionalplanungsverbands. Künftig finden die Vorstandssitzungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch ungezwungenere Diskussionen.

Claudia Meier
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Stossen auf den neuen Vorsitz an (v. l.): Präsident Daniel Moser und Vizepräsident Jakob (Schebi) Baumann.

Stossen auf den neuen Vorsitz an (v. l.): Präsident Daniel Moser und Vizepräsident Jakob (Schebi) Baumann.

Claudia Meier

Die konstituierende Sitzung für die neue Amtsperiode 2014–17 des Regionalplanungsverbands Brugg Regio am Donnerstagabend war die letzte ihrer Art. Künftig finden die Vorstandssitzungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit – also ohne Gäste und Medienvertreter – statt.

Tagespräsident Hanspeter Scheiwiler führte die Wahl der neuen Verbandsspitze durch: Einstimmig zum Präsidenten gewählt wurde der Brugger Stadtammann Daniel Moser. Er übernahm im vergangenen Jahr bereits interimistisch die Führung von Brugg Regio, nachdem Präsident Hanspeter Scheiwiler krankheitsbedingt ausgefallen war.

Ohne Gegenstimme wurde Jakob (Schebi) Baumann als Vertreter der Region zum Vizepräsidenten gewählt. Der Villiger Gemeindeammann war zuvor Mitglied der Geschäftsleitung Brugg Regio.

Erst eine Arbeitsgruppe gewählt

Anlass zur Diskussion gab die Zusammensetzung der neuen beratenden Arbeitsgruppe (AG) Raumplanung und Entwicklung. Die Region Eigenamt wollte einen zweiten Vertreter stellen und Gemeindeammann Eugen Bless aus Hausen wurde als dritter Zentrumsvertreter nominiert.

Replas: Unterschiedliche Praxis

Für Gemeindeverbände wie die Regionalplanungsverbände (Replas) bestehen Minimalvorschriften für die Organisation. Mit anderen Worten: Die Verbände sind ziemlich frei. Gemäss Daniel Kolb, Leiter Abteilung Raumentwicklung beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt, sind Vorstandssitzungen der Replas in den meisten Fällen nicht öffentlich. Der Vorstand entscheidet über die Öffentlichkeitsarbeit. Die meisten Replas haben eine Abgeordnetenversammlung (z. B. im Freiamt). Das Legislativ-
organ ist gemäss Gemeindegesetz keine Pflicht, so Kolb. Baden Regio beispielsweise hat keines. Die Sitzungen der Abgeordnetenversammlung - falls vorhanden - sind öffentlich (§ 79 Abs. 2 Gemeindegesetz). (CM)

Die Anwesenden – vorwiegend aus den Regionen – wollten aber weder dem Eigenamt noch dem Zentrum mehr Gewicht geben. Windisch und Brugg werden also weiterhin als Zentrumsvertreter in der AG mitarbeiten.

Offen blieb die Zusammensetzung der AG Kultur, Freizeit und Erholung und der Fahrplankommission. Erstere ist seit drei Jahren inaktiv und für letztere hat der Gemeinderat Hausen Roger Eichenberger als Zentrumsvertreter nominiert.

Präsident Daniel Moser liess durchblicken, dass er weiterhin einen Vertreter aus der Stadt Brugg in der Fahrplankommission möchte und versprach: «Wir erarbeiten einen Vorschlag für die nächste Sitzung.» Neu stellen die Gemeinden Schinznach-Bad und Habsburg einen Revisor.

Offizielle Verabschiedungen

Brugg Regio setzt sich seit Januar aus dem Vorstand, der Geschäftsleitung und einer Geschäftsstelle sowie der Kontrollstelle zusammen. Entscheidungsgremium ist der Vorstand, der sich sechsmal jährlich zur Sitzung trifft.

Jede Mitgliedergemeinde ist mit einem Gemeinderat vertreten. Offiziell verabschiedet wurden Hanspeter Scheiwiler (12 Jahre Präsident), Stefan Wagner (12 Jahre Aktuar), Verena Schrenk (7 Jahre Rechnungsführung) und Sabrina Ponte (5 Jahre Revisorin).