Brugg-Windisch

Die Lehrerinnen gehen zum Ferienauftakt in die Schule

Es sind mehrheitlich Lehrerinnen, die sich für die Weiterbildungskurse in Brugg-Windisch angemeldet haben.Keystone

Es sind mehrheitlich Lehrerinnen, die sich für die Weiterbildungskurse in Brugg-Windisch angemeldet haben.Keystone

Rund 1700 Lehrpersonen aus der Deutschschweiz bilden sich in den nächsten beiden Wochen auf dem Campus weiter – einige campieren auf der Schützenmatt.

Endlich sind die Sommerferien da: Lange haben Schüler und Lehrpersonen darauf gewartet. Während an diesem Wochenende bereits viele Kinder mit ihren Familien in die Ferien verreisen, packen auch mehrere hundert Lehrpersonen aus der Deutschschweiz ihre sieben Sachen. Vom 6. bis zum 17. Juli finden in Brugg-Windisch die 124. Kurse des Vereins Schule und Weiterbildung Schweiz statt. In den beiden Weiterbildungswochen werden insgesamt rund 1700 Lehrpersonen – darunter knapp 400 aus dem Kanton Aargau – in der Region Wasserschloss erwartet. Die Organisatoren rechnen mit weiteren Anmeldungen in letzter Minute.

Projektleiter ist der frühere Brugger Stadtammann Rolf Alder. Er hilft bei der Organisation und kümmert sich ausserdem um das Rahmenprogramm. «Die Vorbereitungen für diese Weiterbildungskurse laufen seit eineinhalb Jahren. Ich hatte den Plausch, auch als Hotelmanager zu wirken», sagt Alder, der selber Lehrer war. Cordelia Galli Bohren, Geschäftsführerin von swch.ch, betont, dass es für den Verein gar nicht so einfach sei, diese Kurse jedes Jahr in einer anderen Stadt zu organisieren. Letztes Jahr fanden sie in Luzern statt. 2016 kommt die Stadt Thun zum Handkuss. «Ohne das Zusammenspannen von Brugg und Windisch hätten wir die diesjährigen Kurse nicht organisieren können», so Alder.

Eröffnungsfeier im Campussaal

Erfahrungsgemäss hat es in der ersten Ferienwoche mehr Teilnehmer als in der zweiten. Darunter sind bis zu 80 Prozent Frauen. Tagsüber gibt es Weiterbildungskurse wie «Gestalten mit Industriefilz», «Stressfrei Zeichnen – auch ohne Vorkenntnisse», «Pop- und Gospelchor-Workshop» und «Experimentieren mit Urknall-KISAM». Am Abend wird ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten, das den Gästen aus der Schweiz die kulturellen Vorzüge von Brugg-Windisch näherbringen soll.

Offiziell eröffnet werden die 124. Kurse am Montagabend im Campussaal Brugg-Windisch. Eine Woche später wird die Eröffnungsfeier in einem etwas kleineren Rahmen wiederholt. Für die Feierlichkeiten können die Organisatoren den Campussaal beide Male mietfrei nutzen.

Zudem werden sie vom Förderverein Campus Saal Brugg-Windisch und weiteren Sponsoren unterstützt. «Die Benützung des Campussaals ist sehr teuer», räumt Rolf Alder ein. Trotz Unterstützung belaufen sich die Gesamtkosten inklusive Apéro für die beiden Eröffnungsfeiern auf 15 000 Franken. Dieser Betrag werde gedrittelt, verrät Stadtschreiber Yvonne Brescianini vom Projektteam swch 15. Will heissen: Die beiden Patronatsgemeinden Brugg und Windisch sowie der Verein swch.ch übernehmen je 5000 Franken.

Im Campus findet gleichzeitig während zweier Wochen die Lehrmittelmesse Magistra mit etwa 40 Ausstellern statt.

Da Brugg optimal an den Verkehr angebunden ist, verzichten beispielsweise Lehrpersonen aus dem Kanton Solothurn auf ein Übernachtungsangebot. Projektleiter Alder hat etwa 40 Privatzimmer Überschuss. Er freut sich über die grosse Gastfreundschaft der Bevölkerung in der Region Brugg. Zusätzlich wird auf der Schützenmatt ein Campingplatz mit Infrastruktur eingerichtet. Für die erste Woche gibt es bereits 22 Reservationen für Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte. In der zweiten Woche sind noch Plätze verfügbar.

Geschäftsführerin Cordelia Galli Bohren von swch.ch und Projektleiter Rolf Alder sind überzeugt, dass die Region von den vielen Gästen profitieren wird. «In den beiden Folgejahren gibt es erfahrungsgemäss mehr Schulreisen im Kursgebiet. Die Region Brugg bietet dafür viele Möglichkeiten», so Galli Bohren.

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