Brugg/Windisch

Die Kraft zum Weitermachen fehlt: Fusions-IG gibt auf

In Realität sind Brugg und Windisch längst zusammengewachsen, ob dereinst daraus eine Gemeinde wird, ist zurzeit mehr als fraglich. Claudia Meier/Archiv az

In Realität sind Brugg und Windisch längst zusammengewachsen, ob dereinst daraus eine Gemeinde wird, ist zurzeit mehr als fraglich. Claudia Meier/Archiv az

An der Generalversammlung der IG Zusammenschluss Brugg-Windisch wird deren Auflösung beantragt.

Am Mittwoch entscheidet die Generalversammlung der IG Zusammenschluss Brugg-Windisch über deren Auflösung. Gemäss der Zeitung «Regional» schreiben die Co-Präsidenten Dieter Egli und Ernst Kistler in der Einladung: «Die IG hat momentan nicht die Kraft, einen Zusammenschluss Brugg-Windisch in der Öffentlichkeit zum Thema zu machen.»

In den letzten Jahren sei im Verhältnis Brugg-Windisch viel gelaufen, eine Annäherung in Richtung Zusammenschluss habe es aber nicht gegeben. «Die IG konnte immer wieder interessante Anstösse geben, aber nicht wirklich beeinflussen», heisst es weiter.

Zwei Optionen diskutiert

Im Vorstand der IG diskutiert wurden zwei Optionen: weiter inaktiv bleiben und wieder operativ werden, sobald sich etwas abzeichnet, oder dann auflösen, liquidieren und bei einer Änderung der Lage wieder neu gründen. Für die Auflösung habe sich an der letzten Vorstandssitzung eine knappe Mehrheit ausgesprochen. Nun haben die Mitglieder zu entscheiden. Dreiviertel aller müssen zustimmen, damit die IG aufgelöst werden kann.

Obwohl in der Realität Brugg und Windisch längst zusammengewachsen sind, ist zurzeit mehr als fraglich, ob daraus auch mal eine Gemeinde wird. Zwar wird zurzeit gemeinsam an der Ortsplanungsrevision gearbeitet, und die mit Brugg gemeinsamen Projekte – der Campussaal und das Räumliche Entwicklungsleitbild – wären laut Heidi Ammon, Gemeindepräsidentin in Windisch, prädestiniert gewesen, um den nächsten Schritt aufzugleisen. Das liess sie einst gegenüber der AZ verlauten.

Doch aus einer Fusion wurde bekanntlich nichts.Mehr noch: Das Verhältnis zwischen den Gemeinden hat sich eher verschlechtert (die AZ berichtete). Auch IG-Co-Präsident Ernst Kistler sprach schon von einer «Eiszeit». Dazu beigetragen haben dürften die Fusionspläne von Brugg und Schinznach-Bad. Diese haben zu Beginn zwar die IG Zusammenschluss Brugg-Windisch noch aus dem Schlaf aufgeschreckt. «Wir sind gezwungen worden, die Situation wieder intensiver zu diskutieren», sagte Dieter Egli, als die Neuigkeit bekannt wurde. «Aber es ist schade, dass die Aktivitäten bezüglich Brugg-Windisch nicht mit einbezogen werden.» Aus seiner Sicht hätte es Sinn gemacht, Windisch auch gleich mit an Bord zu holen.

Damals hoffte Egli noch, dass die Fusionspläne zwischen Brugg und Schinznach-Bad die IG motiviert, weiterzumachen. Doch diese Motivation scheint jetzt zu fehlen.

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