Königsfelden

Die Königsfelder Klosteranlage wurde schmuck erweitert

Die beiden Gärtner setzen die letzten der über 90 Pflanzen im Klostergarten Königsfelden ein.

Die beiden Gärtner setzen die letzten der über 90 Pflanzen im Klostergarten Königsfelden ein.

Der neu angelegte Klostergarten der Klosterkirche Königsfelden ist für Besucherinnen und Besucher eine Bereicherung und eine Attraktion.

Gemäss erhaltenen Plänen weiss man, dass Klostergärten häufig in vier Teile gegliedert waren. Da wäre zunächst der Kräutergarten mit Heilpflanzen und andern Kräutern, etwa Rosmarin, Ringelblume, Lavendel, Kamille, Brennnessel, Hanf, Koriander, Salbei, Raute, Frauenminze, Pfefferkraut, Kreuzkümmel und Bockshornklee. Dieser Garten befand sich neben der Klosterapotheke, in der Salben, Tinkturen und Kräutermischungen hergestellt wurden.

Im Gemüsegarten fanden sich beispielsweise Zwiebel, Lauch, Sellerie, Kohl, Koriander, Rettich, Knoblauch, Petersilie, Dill. Der Obstgarten war mit verschiedenen Baum- und Strauchsorten bestückt wie Apfel, Birne, Feige, Haselnuss, Kastanie, Mandel, Pfirsich, Pflaume, Quitte. Der Gemüse- und der Baumgarten gehörten zum Selbstversorgungssystem der Klostergemeinschaft. Als vierter Garten ist der Kreuzganggarten zu erwähnen mit lockerer Bepflanzung wie Gas, Efeu und Wacholder. Er war ein Ort der Kontemplation, der Besinnung und des Gebetes.

Über 90 Pflanzen in Beeten

Für die vor wenigen Tagen eröffnete Ausstellung in der Klosterkirche Königsfelden, «Reiches Kloster. Reine Seelen», ist nördlich der Kirche auf dem Platz des ehemaligen Männerklosters ein wunderschöner Klostergarten angelegt worden, der die vier Gartenarten in kleinem Massstab vereint.

Unter der Leitung des Gärtners der ehemaligen Klosteranlage Wettingen sind über 90 Pflanzen in schönen, mit Holz eingefassten Beeten ins Erdreich gebracht und einzeln beschriftet worden. Ein schmucker, in alter Form gefertigter Holzzaun umgibt den öffentlich zugänglichen Garten, der schon an der Ausstellungsvernissage die Besucher entzückte und zum Antrag an die Projektleiterin Martina Huggel verleitete, diesen Klostergarten zu erhalten, da er eine Bereicherung der Klosteranlage darstellt und das kahle Fundament des Franziskanerklosters aufwertet. Ergänzend zum Garten ist im benachbarten Holzpavillon eine Klosterapotheke eingerichtet worden.

Kräuterseifen herstellen

Garten und Apotheke laden zu Ferienaktivitäten für Familien in den Sommer- und Herbstferien ein: vom 24. Juli bis zum 12. August und vom 29. September bis zum 14. Oktober. Und am 12. Mai sowie am 22. Juni – bei Gruppenbuchungen auch ausserhalb dieser Termine – können Erwachsene duftende Kräuterseifen herstellen. Zunächst lässt man sich im Klostergarten von Pflanzendüften inspirieren und erfährt Spannendes über die Verwendung von Heilkräutern im Mittelalter, dann können die Teilnehmer in der Klosterapotheke ihre eigene Kräuterseife herstellen. Und zum Schluss gibts einen Apéro mit Zutaten aus dem Klostergarten.

Meistgesehen

Artboard 1