Schinznach-Bad
Die Kliniken tragen zum Wachstum der Bad Schinznach AG bei

Die Bad Schinznach AG präsentierte eines der besten operativen Ergebnisse des Unternehmens. Auf den Lorbeeren wollen sich die Verantwortlichen aber nicht ausruhen – mehrere Projekte sind geplant.

Janine Müller
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Daniel Bieri (l.) und Hans-Rudolf Wyss vor dem sanierungsbedürftigen Aquarena, welches im Sommer drei Monate geschlossen ist.

Daniel Bieri (l.) und Hans-Rudolf Wyss vor dem sanierungsbedürftigen Aquarena, welches im Sommer drei Monate geschlossen ist.

Janine Müller

Die Zahlen des Geschäftsjahres 2014 haben sie gerne bekannt gegeben. Hans-Rudolf Wyss, Präsident des Verwaltungsrates der Bad Schinznach AG, und Daniel Bieri, Vorsitzender der Geschäftsleitung, sprachen an der gestrigen Pressekonferenz zur Bilanz 2014 von «einem der besten operativen Ergebnisse überhaupt».

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Bad Schinznach AG einen Umsatz von 48,40 Millionen Franken generieren. Der Betriebserlös im Vergleich zum Vorjahr stieg um 5,1 Prozent.

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen (Ebitda) stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 1,55 Millionen Franken auf 7,74 Millionen Franken. Der Jahresgewinn beläuft sich auf 3,16 Millionen Franken.

«Wir haben in den Betrieben besser, heisst effizienter, gearbeitet», sagt Daniel Bieri an der Pressekonferenz. «Die Kosten sind stabil geblieben, während der Umsatz stieg. Das ist in diesen wirtschaftlich stürmischen Zeiten ein Ergebnis, auf das wir stolz sind.»

Von den Wechselkurs-Entwicklungen sei die Bad Schinznach AG kaum betroffen. Rund 60 Prozent der Gäste in Schinznach-Bad stammen aus dem Aargau, 30 Prozent aus dem Kanton Zürich. Die restlichen 10 Prozent verteilen sich auf Nachbarkantone.

Rehaklinik an Kapazitätsgrenze

Massgeblich zum guten Ergebnis beigetragen haben die beiden Kliniken; die Privat-Klinik Im Park in Schinznach-Bad und die Klinik Meissenberg AG in Zug. Erstmals übertraf die Privat-Klinik Im Park die Marke von 20 000 Pflegetagen.

Dies hat unter anderem damit zu tun, dass Ende April 2014 sieben Hotelzimmer in Klinikzimmer umgebaut wurden. Dadurch konnte die Bettenkapazität von 57 auf 64 erhöht werden.

Das Umsatzwachstum in der Klinik Im Park ist aber geringer als jenes der psychiatrischen Klinik Meissenberg in Zug. Dieser gelang es, nach dem Einbruch im Jahr 2013, den Umsatz um rund 17 Prozent zu steigern. In der Klinik in Schinznach-Bad sind solche Zahlen nicht möglich, da die Rehaklinik bereits im Vorjahr nahe an der Kapazitätsgrenze arbeitete.

Ein kriselndes Geschäft sind die Logiernächte im Kurhotel Im Park. Hier sind die Logiernächte um 13,4 Prozent zurückgegangen. Begründet wird das durch die Reduktion der Hotelzimmer, aber auch damit, dass die Transparenz der Übernachtungskosten im Internet grösser wurde und dass sich unter vielen Gästen eine sogenannte Schnäppchen-Jäger-Mentalität entwickelt hat.

Aquarena erhält neuen Look

Während das neue Thermi leicht steigende Besucherzahlen aufweist, verliert das Aquarena zunehmend Gäste. Das ist mit ein Grund, warum das Aquarena im Juni, Juli und August geschlossen wird und einem umfassenden Refresh unterzogen wird. Neue Wände, Böden und Decken sind geplant. Die roten Platten werden entfernt und ersetzt. Von den Garderoben bis zum Aussenbereich wird alles für rund 4 Millionen Franken saniert. In dieser Zeit ist das Thermi für sämtliche Gäste zugänglich, auch für Kinder. Eine weitere Neuerung wird die zweite Wärmepumpe sein, die Anfang Oktober in Betrieb genommen wird. Die Bad-Schinznach AG hat sämtliche Öl-Heizungen durch Wärmepumpen und Gasheizungen ersetzt. «Wir sind energietechnisch der Konkurrenz mit Abstand voraus», sagt Hans-Rudolf Wyss, Präsident des Verwaltungsrates. (jam)

Weniger Gäste im Aquarena

Grossen Schwankungen ausgesetzt war und ist der Bäderbereich. Im ersten Halbjahr 2014 besuchten rund 30 000 Gäste weniger das Thermalbad. Das war auf den warmen Winter und den sonnigen Frühling zurückzuführen. Dank der völlig verregneten Sommermonate Juli und August konnte man den Verlust etwas ausgleichen.

Das Aquarena, das im Oktober 1991 eröffnet wurde, verzeichnet laufend weniger Gäste. Deshalb wird es im Sommer umfassend saniert. Das Thermi spa hingegen läuft gemäss Angaben der Bad Schinznach AG gut. Hier steigen die Besucherzahlen leicht.

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