Brugg

Die Kindergärtler bekommen bis im August 2015 einen neuen Holzbau

Die Visualisierung zeigt den geplanten Doppel-Kindergarten Bilander, der im August 2015 bezugsbereit sein soll. ARGE SUTERARCHITEKTEN/ARCHITEKTUR HERRIGEL SCHMIDLIN

Die Visualisierung zeigt den geplanten Doppel-Kindergarten Bilander, der im August 2015 bezugsbereit sein soll. ARGE SUTERARCHITEKTEN/ARCHITEKTUR HERRIGEL SCHMIDLIN

Der Einwohnerrat genehmigt am Freitagabend mit 32 zu 10 Stimmen knapp 2,1 Mio. Franken für den Ersatzbau des Kindergartens Bilander. Widerstand gegen dieses Projekt gab es von der SVP, die noch erhebliches Sparpotenzial ortete.

Einzige Knacknuss an der Einwohnerratssitzung am Freitagabend im Brugger Rathaussaal war der Antrag, der von Vizeammann Andrea Metzler als «Dessert-Vorlage» bezeichnet wurde. Der Kindergarten Bilander soll mit zwei Abteilungen am heutigen Standort langfristig erhalten bleiben (die az berichtete). Geplant ist deshalb, den bestehenden Holzbau aus den Siebzigerjahren durch einen Neubau – wieder in Holzbauweise – zu ersetzen. Der Stadtrat beantragte dafür einen Kredit von knapp 2,1 Mio. Franken für den Ersatzneubau inklusive Provisorium.

Zertifizierung unnötig

Thomas Wymann sprach sich im Namen der SVP gegen den Antrag aus. Er kritisierte die – unter anderem aus ökologischer Sicht – zu grosszügige Konzeption sowie die unnötige Küche und schätzte das zusätzliche Sparpotenzial auf 0,5 Mio. Franken. Matthias Rüede von der CVP fand, dass man zwar ökologisch bauen sollte, sich aber die einmaligen Kosten von 3400 Franken für die Zertifizierung des Minergie-Eco-Labels sparen könnte. Die Frage des Grünliberalen Adrian Kerkhoven, wie der Zuschlag für das Architekturbüro erfolgte, konnte Metzler nicht spontan beantworten. Grundsätzlich fielen die Voten für das Projekt positiv aus und der Kreditantrag wurde mit 32 Ja- zu 10 Nein-Stimmen gutgeheissen.

Einstimmig angenommen haben die 43 anwesenden Einwohnerräte – von insgesamt 50 Mitgliedern – die Pensenerhöhung im Verwaltungsbereich bei der Abteilung Planung und Bau von derzeit 660 auf 740 Stellenprozent. Dieses Geschäft wurde dem Einwohnerrat zum zweiten Mal unterbreitet. Im Januar 2014 hatte sich der Stadtrat entschieden, die Vorlage zurückzuziehen, nachdem die Parteien einige Vorbehalte geäussert hatten. In der Zwischenzeit wird auch ein neuer Abteilungsleiter gesucht. Personelle Engpässe gebe es auf dieser Abteilung bereits seit Jahren, betonte Beat Ganz-Widmer von der CVP.

Brugg zehrt vom Vermögen

Ebenfalls einstimmig gutgeheissen haben die Einwohnerräte den Rechenschaftsbericht sowie die Rechnung 2013. Diese schliesst mit einem negativen Betriebsergebnis von 927 000 Franken ab. Da das Ergebnis aus der Finanzierung aber deutlich besser als budgetiert ausfiel, resultierte ein operatives Ergebnis von plus 4,7 Mio. Franken. Der Rechenschaftsbericht enthält neu alle Kreditabrechnungen.

Auch wenn der Jahresbericht 2013 über die «Wirkungsorientierte Verwaltungsführung bei der Feuerwehr» die Realität nicht optimal abbilde, wie Stadtammann Daniel Moser sagte, wurde die Vorlage vom Stadtparlament einstimmig angenommen. Von allen Seiten wurde die Arbeit der Feuerwehr gelobt. Zu den Hauptproblemen gehören Nachwuchssorgen sowie verzögerte Ausrückungszeiten aufgrund der teilweise schwierigen Verkehrssituation beim Knoten Neumarkt und bei der Casino-Brücke.

Ja zum Postulat Blumenschmuck

Mit 40 zu 0 Stimmen hat der Einwohnerrat das Postulat von Urs Keller (FDP) betreffend Campussaal-Betrieb abgeschrieben. Keller forderte, dass unbedingt regelmässig transparent über den Campussaal-Betrieb Bericht erstattet wird.

Das Postulat von Silvia Kistler (FDP), wonach die Stadt private Initiativen für Blumen- und Pflanzenschmuck fördern soll, stiess beim Stadtrat nicht auf offene Ohren. Stadtammann Moser signalisierte, dass sich auf privater Basis eine Kommission bilden müsste und diese von der Stadt unterstützt werden könnte. Der Einwohnerrat sah das aber anders und überwies das Postulat Kistler mit 19 Ja- zu 18 Nein-Stimmen.

Dringlichkeit abgelehnt

Markus Lang von den Grünliberalen beantragte Dringlichkeit für sein eingereichtes Postulat zur Anpassung der Öffnungszeiten des Frei- und Hallenbads Brugg, weil man aufgrund der Jahreszeit nicht bis im Herbst mit der Anpassung der Öffnungszeiten im Freibad warten könne. Für diesen Antrag wären zwei Drittel der gültigen Stimmen erforderlich gewesen. Stadtammann Daniel Moser gab zu Bedenken, dass man organisatorisch alles aufgegleist habe und nun ein Hin und Her vermeiden wolle. Mit 13 Ja- zu 26 Nein-Stimmen wurde der Antrag Lang auf Dringlichkeit abgelehnt.

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