Die intensive Investitionsphase ist noch nicht vorbei

In Schinznach steht die Erhöhung des Steuerfusses von bisher 105 auf neu 110 Prozent zur Diskussion.

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Ende August ist das neue, moderne Schulhaus Feldschen eingeweiht worden.

Ende August ist das neue, moderne Schulhaus Feldschen eingeweiht worden.

Bild: Ina Wiedenmann (29. August 2020)

Bedeutende Investitionen hat Schinznach getätigt, weitere finanziell einschneidende Projekte sind vorgesehen: Eine Erhöhung des Steuerfusses von bisher 105 auf neu 110 Prozent ist gemäss Gemeinderat erforderlich. Die Gemeinde könne und wolle sich diesen fortschrittlichen Weg leisten, ohne dabei die eigene Leistungsfähigkeit zu überschreiten.

Die Behörde verweist auf die erfolgte intensive Phase mit der Schwimmbadsanierung, der Sanierung der Veltheimerstrasse, dem Neubau der Strickstrasse, der Erschliessung Schrann, dem Neubau des Feuerwehrmagazins oder dem Neubau des Schulhauses Feldschen. Ausgaben stehen nun an für die Lindenstrasse, Rebbergstrasse und Halde. Der Anstieg der Schulden, der zwangsläufig erfolge, sei für den Finanz­haushalt zwar belastend, aber verkraftbar. Mittelfristig sollen die Schulden abgebaut werden, um einen grösseren finanziellen Handlungsspielraum zu er­halten, nennt der Gemeinderat das strategische Ziel. Weiterhin gepflegt und gefördert werden soll Schinznach als attraktive Wohngemeinde. «Dies bedeutet, mit einer umsichtigen Finanzpolitik der Bevölkerung im Bereich Bildung, Kultur, Sport und Freizeit auch etwas bieten zu können.»

Die Stimmberechtigten entscheiden am nächsten Freitag über das Budget 2021. Dieses weist einen Verlust von 708800 Franken aus. Gerechnet wird mit ordentlichen Einkommens- und Vermögenssteuern von 6,04 Mio. Franken (Vorjahr 5,86 Mio. Franken).

Weiter zur Diskussion stehen an der Gemeindeversammlung am 27. November: das neue Abfallreglement; die Kostenbeteiligung von 52000 Franken am Ausbau des Busbahnhofs Wildegg; der Kredit von 220000 Franken für die behindertengerechte Umgestaltung der beiden Bushaltestellen Ausserdorf; die Rückgabe von vier Namensaktien an die Publis AG; eine Einbürgerung sowie der Kredit von 335000 Franken für die Erneuerung der Trinkwasserleitung Geezhalde/Krummenlandstrasse bis Einlenker Sonnmattweg.

Die bestehende Trinkwasserleitung wurde im Jahr 1965 erbaut und ist laut Gemeinderat sanierungsbedürftig. «Dies bezeugen mehrere Wasserleitungsbrüche in den letzten Jahren, verbunden mit zum Teil grösseren Eingriffen und hohen Kosten aufgrund der Lage der Leitungen unterhalb von Stützmauern.» Die Behörde erwähnt ebenfalls die Überbauung mit mehreren Gebäuden und Wohneinheiten, die geplant ist auf der Parzelle Geezhalde und die über diese Leitung an die Trinkwasserversorgung angeschlossen werden soll.

Aktuell laufe das Verfahren der Ge­staltungsplanung, eine Realisierung der Überbauung sei ab 2021 zu erwarten. Durch die Leitungserneuerungen der AEW Energie AG in diesem Bereich könnten zudem Kosten geteilt werden. (mhu)

Gemeindeversammlung Freitag, 27. November, 20 Uhr, Mehrzweckhalle.