Villigen
Die Hightech-Zone bekommt Konturen

Raumplaner und Investoren befassen sich mit der neuen Hightech-Zone. Läuft alles rund, dann wird bis zum Sommer des nächsten Jahres die Auswahl des Investors für die Hightech-Zone erfolgt sein.

Louis Probst
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«Wenn alles gut läuft, wird bis zum Sommer des nächsten Jahres die Auswahl des Investors für die Hightech-Zone erfolgt sein», sagt Peter Allenspach, Leiter Logistik im PSI. «Dann kommt das Baugesuch. Damit könnte Mitte 2013 der Bezug einer ersten Phase erfolgen. Das ist aber natürlich ein sehr sportlicher Zeitplan.»

Wie Peter Allenspach erklärt, steht das PSI im Gespräch mit 9 potenziellen Investoren für die rund 4 Hektaren grosse Hightech-Zone, die unmittelbar neben dem PSI West in Villigen entstehen soll. «Wir haben Entwickler angesprochen, die Erfahrung mit vergleichbaren Projekten haben», erklärt Allenspach. «In einer ersten Phase werden die Investoren ein Grobkonzept für den Bau und den Betrieb erstellen und sich um mögliche Mieter kümmern.» Bei der Suche nach Mietern können die Investoren auf die Hilfe des PSI zählen. Denn in der Hightech-Zone sollen sich ja nicht sozusagen Krethi und Plethi ansiedeln, sondern Spin-off-Unternehmen des PSI oder Firmen, die Anlagen oder Dienstleistungen des Forschungsinstitutes nutzen.

Ein wichtiges Kriterium, so Peter Allenspach, wird in der ersten Phase das Aufzeigen einer seriösen Finanzierung sein. Immerhin geht es um eine Investition in der Grössenordnung von 70 bis 80 Millionen Franken. Erst in einer zweiten Stufe wird man sich mit Aspekten wie der internen Erschliessung der Zone oder den zu erstellenden Gebäuden befassen.

Nächster Entscheid an der Gmeind

Parallel zur Arbeit der Investoren läuft die Arbeit an den planerischen Grundlagen. Noch bis Ende Monat liegen die Entwürfe und der Vorprüfungsbericht für eine Teiländerung der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland auf, welche die Bildung einer Hightech-Zone zum Gegenstand hat.

In der Trotte informiert Vizeammann Thomas Meier am Donnerstagabend über die Hintergründe und das raumplanerische Vorgehen. «Entstanden ist die Idee der Hightech-Zone nicht ausschliesslich im PSI, sondern auch im Zukunftslabor Villigen», sagt er. «Bund und Kanton haben handfeste Interessen an der Stärkung des Forschungsplatzes. Aber auch die Gemeinde Villigen hat Interessen.»

Diese Interessen umreisst er mit der Hoffnung auf weitere Arbeitsplätze – das Potenzial der Zone wird auf 100 Stellen geschätzt –, auf zusätzliche Steuereinnahmen aber auch auf eine bessere Auslastung der kommunalen Infrastruktur. Der Preis sind Erschliessungskosten in geschätzter Höhe von 3,4 Millionen – die aber durch Beiträge der Investoren wieder hereinkommen sollen – und möglicherweise Kosten von 250000 Franken als Beitrag an die Verlegung der Kantonsstrasse. «Es geht jetzt, und an der Gemeindeversammlung im November, aber nur um die Anpassung der Bau- und Nutzungsordnung und die Änderung des Zonenplans», betont Thomas Meier. «Es geht nicht um die Erschliessung der Hightech-Zone.» Und angesichts einiger eher skeptischer Stimmen im Publikum zu den Kosten und Nutzen der Zone für die Gemeinde meint er: «Im November können Sie darüber befinden, ob Sie die Hightech-Zone wollen oder nicht.»