Brugg

Die Fusion ist vollzogen — Brugg feiert erstmals mit Schinznach-Bad Neujahr

Der Neujahrsempfang im Salzhaus stand ganz im Zeichen der Fusion der Stadt Brugg mit Schinznach-Bad. Zugegen war auch Regierungsrat Urs Hofmann. In einer Schweigeminute wurde der verstorbenen Familie aus dem neuen Ortsteil gedacht.

Seit dem 1. Januar ist Schinznach-Bad ein Ortsteil der Stadt Brugg. Nach langer Vorbereitungszeit und politischen Hürden – mit den Abstimmungen im Einwohnerrat, an der Gemeindeversammlung sowie an der Urne – wurde die Fusion nun vollzogen. Auf eine eigentliche Zusammenschlussfeier wurde verzichtet, gefeiert wurde die Fusion aber anlässlich des traditionellen Neujahrsempfangs im Brugger Salzhaus am Mittwoch.

Zu Beginn ihrer Neujahrsansprache begrüsste Stadtammann Barbara Horlacher nebst den Bruggerinnen und Brugger sowie den Menschen aus Schinznach-Bad, die Altenburgerinnen und Altenburger, die Lauffohrerinnen und Lauffohrer, die Umikerinnen und Umiker – alles Ortsteile, die mal eigenständige Gemeinden waren. Fusionen hätten in Brugg schon fast Tradition, so Horlacher und fügte an, dass sie sich als Umikerin in Brugg stets willkommen gefühlt habe. Sie hoffe, dass es den Menschen aus Schinznach-Bad schon bald gleich gehe.

Lob für die Organisatoren und Helfer des Stadtfests

Horlacher blickte in ihrer Rede auf das vergangene Jahr zurück– auf politische Entscheide, aber auch auf gesellschaftliche Ereignisse. Dabei fand sie lobende Worte für jene, die sich für das Brugger Stadtfest eingesetzt haben. «Es war ein grandioses, fantastisches Fest», sagte sie und ergänzte: «Unglaublich, was entstehen kann, wenn alle aufs gleiche Ziel hinarbeiten.» Horlacher ging weiter auf die jüngsten Ereignisse ein und kam dabei auf den Helikopterabsturz auf Hawaii zu sprechen, bei dem eine vierköpfige Familie aus Schinznach-Bad am 26. Dezember ums Leben kam. Und so gedachte man in einer Schweigeminute im Salzhaus den Verstorbenen und schickte gleichzeitig gute Gedanken an die Hinterbliebenen und all jene Menschen, die sich gerade in einer schwierigen Situation befinden.

Für musikalische Intermezzi sorgte die Band Zugluft. Andrea Kirchhofer (Violine und Gesang) und Jonas Guggenheim (Akkordeon) nahmen die Anwesenden mit auf eine musikalische Reise von traditionellen Schweizer Stücken wie «Wasserbergs Höhen» und «Möcht no es bitzli läbe» bis hin zu irischem Folk.

Andrea Kirchhofer (Violine und Gesang) und Jonas Guggenheim (Akkordeon)

Andrea Kirchhofer (Violine und Gesang) und Jonas Guggenheim (Akkordeon)

Die Helvetische Gesellschaft und Schinznach-Bad

Im Anschluss an Barbara Horlacher überbrachte Regierungsrat Urs Hofmann die Grussworte des Regierungsrats. Hofmann erwähnte in seiner Ansprache die Helvetische Gesellschaft, die im Jahr 1761 in Schinznach-Bad gegründet wurde. «Diese Intellektuellen strebten eine ganz grosse Fusion an: einen modernen Staat», sagte Hofmann. Diese Ideen seien nicht überall gut angekommen. Ganz ähnlich sei es jeweils, wenn Gemeinden Fusionsabklärungen treffen. «Eine Fusion bedeutet eine tiefgreifende Veränderung», sagte Urs Hofmann. Es sei ein grosser, mutiger Schritt, seine Eigenständigkeit aufzugeben.

Hofmann erwähnte auch die Gründung des Kantons Aargau, bei der es darum ging, die unterschiedlichsten Charaktere der Regionen zusammenzubringen. Es brauche Gestaltungswillen und -kraft aus der Bevölkerung, um die Zukunft anzugehen, schloss er. «Nehmen wir uns die Gründergeneration des Kantons zum Vorbild. Machen wir 2020 zum Jahr des Aufbruchs.»

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