Brugg
Die Filmnacht gibt es im Kulturhaus Odeon künftig zwei Mal

Die Saison war gut für das Brugger Kulturhaus Odeon. Die Erfolgsprogramme werden ausgebaut. So wird die Filmnacht neu zwei Mal auf dem Programm stehen.

Marc Reinhard
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Kapelle Eidg. Moos bieten einen «riskanten Unterhaltungsabend».

Kapelle Eidg. Moos bieten einen «riskanten Unterhaltungsabend».

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«Sehr gut sogar» steigert Gabi Umbricht ihre Aussage noch und Stephan Filati stimmt ihr zu. Die beiden sind verantwortlich für das Gezeigte im Brugger Odeon. Gemeint ist mit der zufriedenen Aussage der Verlauf der vergangenen Saison, gemessen am Feedback und an den Besucherzahlen.

Generell sei nun seit Längerem festzustellen, dass sich ein Stammpublikum entwickelt, erklärt Filati. Es seien Leute, die sich grundsätzlich für die Kultur im Odeon interessierten und auch mal aus Neugier bewusst einen unbekannten Künstler besuchen würden. «Wir stellen fest, dass das Bedürfnis nach Kultur stetig wächst, und zwar spartenübergreifend. Die Genres werden vermehrt kombiniert, und so entstehen interessante Experimente, die dann auch einen breiteren Publikumskreis anzuziehen vermögen», wissen die beiden.

Erfolg: Stummfilm, live vertont

Prominentes Beispiel ist der Blockbuster «Intouchables», der – wie in vielen Kinos Europas – auch im Cinéma Odeon der Renner des Jahres war. «Dieser Film hat gezogen», sagt Stephan Filati. Er legt aber Wert auf die Feststellung, dass es noch viele andere gut besuchte Produktionen im Cinéma Odeon gegeben habe. «Die Sparte Cinéma hat bei und ein Rekordergebnis eingespielt.»

Vielversprechend und deshalb im kommenden Saisonplan weiterführend sei der Stummfilm, der während der Aufführung im Kinosaal von einer Band live vertont werde. Ein spezielles Erlebnis, nicht nur für die Besucher, sondern immer wieder auch für die Programmgestalter. Im Internet findet man darauf spezialisierte Bands, die sich auf die Stummfilmbegleitung spezialisiert haben.

Neu ist die Idee freilich nicht: «Ursprünglich war das Kino ja ein Lichtspieltheater. Da wurde die Begleitmusik zu den Stummfilmen oft live gespielt» sagt Filati dazu. Auch hierzu nennt er einige Favoriten für die kommende Saison: Grossen Zuspruch erwarte man sicher beim neu digitalisierten Altklassiker «King Kong» aus den Dreissigerjahren. Wenn etwas zusammenkommt, was es sonst so gar nicht gibt, dann bestärken die Odeon-Kulturleute den Trend zur Kombination – auch das ist momentan sehr erfolgreich. «Unter dem Titel ‹Heldinnen› bringen wir zwei Komikerinnen und eine Pianistin zusammen. Und die Literatur wird laut Gabi Umbricht über eine klassische Lesung hinaus bühnentauglich: Der Singer-Songwriter Nicolas d’Aujourdhui tritt gemeinsam mit Slam Poet Simon Libsig auf.

Das alles unter weiter verbesserten Bedingungen: Die digitale Anlage hat die Soundqualität im Odeon erheblich verbessert und die neue Lichtanlage trägt zum Ambiente bei.