Brugg

Die Feuerwehr braucht mehr Geld

Das Feuerwehr-Magazin in Umiken wird reaktiviert. Gestern Nachmittag wurde es noch geputzt.

Die Fusion von Brugg mit Schinznach-Bad hat Auswirkungen auf den Globalkredit für die sogenannte Wirkungsorientierte Verwaltungsführung der Feuerwehr für die nächsten vier Jahre.

Die sogenannten Wirkungsorientierte Verwaltungsführung (WOV) der Feuerwehr Brugg soll wie bisher weitergeführt werden. Allerdings muss der Globalkredit aufgrund der Fusion der Stadt Brugg mit der Gemeinde Schinznach-Bad gegen oben angepasst werden.

Im Oktober 2015 beschloss der Einwohnerrat Brugg die Weiterführung der WOV und sprach für die Jahre 2016 bis 2019 einen Globalkredit von 1,48 Millionen Franken respektive vier Jahrestranchen von je 370 000 Franken.

Riniken finanziert aufgrund des Bevölkerungsanteils jährlich rund 44 000 Franken davon. Die WOV gibt es bereits seit bald 20 Jahren. Die fünfte vierjährige Phase wird Ende 2019 abgeschlossen sein.

Nun wird dem Einwohnerrat an der Sitzung vom 18. Oktober der nächste Kredit für die kommenden vier Jahre unterbreitet. Grundsätzlich soll die WOV der Feuerwehr wie bisher weitergeführt werden, hält der Stadtrat in der Botschaft fest.

Aktualisierungen gibt es aber beispielsweise beim Fragebogen zur Zufriedenheit der Angehörigen der Feuerwehr oder bei den kalkulatorischen Kosten. Der Globalkredit muss ebenfalls angepasst werden.

«Die bevorstehende Fusion der Stadt Brugg mit der Gemeinde Schinznach-Bad per 1. Januar 2020, die neue Standortstrategie sowie strengere Richtlinien/Vorschriften beim Material-, Geräte- und Fahrzeugunterhalt machen eine Anpassung des Globalkredits notwendig», heisst es. Dieser soll neu 1,8 Mio. Franken betragen.

Auch die Gemeinde Riniken muss jetzt mehr bezahlen

Die jährliche Tranche erhöht sich damit von 370 000 Franken auf 450 000 Franken. Die Gemeinde Riniken beteiligt sich am jährlichen Nettoglobalkredit von 450 000 Franken aufgrund des Bevölkerungsanteils von neu ca. 10,4% mit rund 47 000 Franken.

Die Gemeinde Riniken wurde gemäss Stadtrat bereits über die vorliegenden Anpassungen informiert. Sie wird die Kostenerhöhung in den kommenden Budgets berücksichtigen. Gegenüber der bisherigen WOV-Periode erhöht sich der jährliche Kostenanteil der Stadt Brugg um rund 73 000 Franken, davon fusionsbedingt 57 000 Franken.

Die WOV wird von einer Controlling-Kommission begleitet. Per 1. Januar 2020 gehören folgende Personen der Kommission an: Willi Wengi (Präsident), Thomas Salm (Aktuar), Frau Stadtammann Barbara Horlacher, ein Mitarbeiter der Abteilung Finanzen, Daniel Rohrer (Beratung) sowie der Feuerwehrkommandant (Beratung).

In der Botschaft an den Einwohnerrat gibt die Controlling-Kommission folgende Empfehlungen ab: Beibehaltung der bisherigen Produktgruppen (Brandfälle, Umweltschutz, Rettung und Bergung von Personen, diverse Hilfeleistungen, Aus- und Weiterbildung sowie Dienstleistungen für Dritte), Aktualisierung des Globalbudgets, teilweise Anpassung der bisherigen Indikatoren, Beibehaltung des Verteilschlüssels, Aktualisierung der kalkulatorischen Kosten, Aktualisierung der Querschnittsgemeinkosten, Beibehaltung der Aufgaben der WOV-Kommission sowie Beibehaltung der Vereinbarung zwischen dem Stadtrat und dem Feuerwehrkommandanten.

Bei den kalkulatorischen Kosten sind Anpassungen nötig, weil ab der WOV-Periode 2020 in den Aussenstandorten Umiken und Schinznach-Bad je ein Magazin betrieben wird. Hierfür fallen Mietkosten an. Das Magazin in Umiken wurde gestern Nachmittag noch geputzt und einzugsbereit gemacht für die Feuerwehr. 

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