Brugg-Windisch

Die Expo nimmt Gestalt an: Hier wird jeder zum VIP

160 Firmen aus der Region Brugg-Windisch präsentieren sich an der Gewerbeausstellung, wo am vier Tagen rund 50'000 Besucher erwartet werden.

Urs Keller ist in diesen Tagen ein gefragter Mann. Der OK-Präsident der Expo Brugg-Windisch muss hier einen Anruf entgegennehmen, da noch etwas mit dem Standbauer klären und dort noch auf einen kurzen Schwatz mit den Arbeitern vorbei. Seit er OK-Präsident ist, hat er einen anderen Blick auf Gewerbeausstellungen. Ihm fällt jedes Detail auf, wenn er – wie jetzt mit der Zeitung – auf den Rundgang durch die Zelte im Aarespitz im Geissenschachen geht.

Der OK-Präsident im Interview:

«Wir haben mehr Wert auf Sicherheit gelegt – und einen neuen Standbauer engagiert»

Im Interview spricht OK-Präsident Urs Keller über Besonderheiten und Herausforderungen und sagt, worauf er sich besonders freut.

Die vier grossen Zelte stehen seit längerem, einige Firmen sind bereits dabei, ihren Stand individuell zu gestalten. So ist beispielsweise Patrick Baumgartner von Villiger Gartenbau Brugg mit seinen Arbeitskollegen dabei, einen künstlichen Teich zu erstellen. Zwei junge Männer sind dafür besorgt, dass die Notausgangsschilder korrekt aufgehängt sind und draussen – beim imposanten Eingang mit den Fackeln – stellen einige grosse Plakate auf, die Tiermotive und Landschaften aus der Region zeigen. Überhaupt ist der Eingangsbereich etwas, das die Expo Brugg-Windisch so speziell macht. Dafür verantwortlich ist die Energieversorgerin IBB, die sich auch für dieses Jahr etwas Besonderes hat einfallen lassen.

Das Gute liegt so nah

Viel Wert auf die Region gelegt wird auch innerhalb der Ausstellung: Gastregion ist dieses Jahr das Schenkenbergertal. Vertreten sein werden die Gemeinden Auenstein, Schinznach, Thalheim, Veltheim und Villnachern. «Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt», sagt Urs Keller zur Wahl der Gastregion. Man wolle den Leuten aus dem Zentrum «das Tal» näher bringen. «Denn viele wissen nicht, wovon wir sprechen, wenn wir ‹vom Tal› reden», so Keller. Was dem Expo-Chef aber wichtig ist: «Es darf keine Gewerbeausstellung innerhalb der Gewerbeausstellung sein.»

Ein Blickpunkt wird auch der Stand mit dem Themenschwerpunkt «Gesundheit unter einem Dach» sein. Gemeinsam präsentieren sich das Pflegezentrum Süssbach, die Süssbach-Apotheke, die Spitex Region Brugg, das Medizinische Zentrum Brugg sowie das Kantonsspital Baden.

Wie ein roter Faden zieht sich ein roter Teppich durch alle Ausstellungszelte. «So wird jeder Besucher zum VIP», sagt Urs Keller. Und der Besucher werde so ganz automatisch durch die Ausstellung geführt. Neu sind zudem die Gitter entlang der Gewässer. Sie sorgen für mehr Sicherheit, auf die Urs Keller und sein Team in diesem Jahr besonders fokussiert sind.
Insgesamt werden sich ab nächstem Donnerstag 160 Aussteller an der Expo präsentieren. Das sind neun weniger als vor drei Jahren. In der Aquarena Halle sind fünf Gastronomiebetriebe untergebracht, die für kulinarische Abwechslung sorgen. In diesem Zelt kommt es zudem zu kulturellen Beiträgen.

An der Expo Brugg-Windisch werden an den vier Tagen rund 50 000 Besucher erwartet. Damit ist der Anlass einer der grössten der Region.

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