Schoggi-Vergleich
Die Experten haben entschieden: Der günstigste Hase hoppelt vorne weg

Die Primarschüler von Mandach versuchen sich als Osterhasen-Experten und gehen mit den Produkten hart ins Gericht. Lesen Sie hier ihr Urteil.

Janine Müller
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Kinder sind bekannt dafür, dass sie grundehrlich sind und ihre Meinung geradeheraus kundtun. Wer also wäre geeigneter als eine Schulklasse, sechs Schoggi-Osterhasen für die az zu testen? Schliesslich sind es vor allem Kinder, die zu Ostern mit diesen Süssigkeiten beschenkt werden.

Und so verwandelt sich an diesem Mittwochmorgen das Schulzimmer der Lehrerinnen Janine Oldani und Desiree Kurz in Mandach (1. bis 6. Klasse) in ein Testlabor. Auf einem Tisch werden die sechs Hasen aufgebaut. Die 17 Knaben und 2 Mädchen erhalten einen Bogen, wo sie unter den Rubriken Verpackung, Aussehen (Hase ohne Verpackung), Geruch und Geschmack jedem Hasen eine Note zwischen 1 bis 6 geben können.

In der ersten Runde bewerten die Schüler die Verpackung der Hasen. Je farbiger und ausgefallener bedruckt das Zellophan ist, umso besser. «Die Verpackung muss fröhlich und bunt sein», sagt einer. Ein anderes Kind wirft ein: «Aber man muss vom Hasen noch genug sehen.» Kein Wunder, schneiden jene Hasen mit einfallsloser Verpackung am schlechtesten ab.

Auf dem Notenblatt tragen einige Kinder knallhart die Note 1 ein. Anschliessend werden die Hasen von ihrer Verpackung befreit. Quasi nackt stehen sie da und werden jetzt von den Schülern in ihrem Aussehen bewertet. Auch hier gilt: Ist noch eine Verzierung mit dabei, bekommt der Hase eine bessere Note. «Oh, sieht der süss aus mit dem Rüebli und den Glupschaugen», ruft ein Knabe begeistert, als er den Hasen begutachtet, der am Ende Rang 2 holt.

In der dritten Runde ist der Geruchssinn gefragt. Keine einfache Aufgabe für die Kinder. Trotzdem können sie Unterschiede festmachen: «Einige Hasen riechen süsser oder schokoladiger als andere.» Dann kommt es zum Höhepunkt an diesem Morgen: jetzt dürfen die Kinder endlich die Schoggi auch probieren. Etwas Mitleid mit den Hasen haben sie aber schon, als diese von den Lehrerinnen und der az-Redaktorin zertrümmert werden. Doch das ist bald vergessen, schliesslich gehts jetzt ans Naschen. Die 12-jährige Rahel sagt, wie ein guter Osterhase schmecken muss: «Die Schoggi muss auf der Zunge zergehen und darf nicht bitter schmecken.» Am Ende gewinnt tatsächlich auch jener Hase, der die Kinder bezüglich Geschmack am meisten überzeugt hat.

Coop-Stehhase Milch Fr. 3.30, 280 Gramm Note: 5,31 Der günstigste Hase ist der Testsieger. Besonders überzeugt hat er die Kinder mit dem Geschmack (Note 5,6). Leicht abgefallen ist er mit der Verpackung (Note 4,9).
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Migros-Carrot-Bunny Fr. 8.90, 300 Gramm Note: 5,23 Herzige Glupschaugen und ein Rüebli: Kein Wunder, hat dieser Hase bezüglich Aussehen mit 5,5 klar die beste Note geholt. Nur die Verpackung fanden die Kinder nicht so toll (4,8).
Migros-Hase stehend Fr. 3.50, 280 Gramm Note: 5,15 Ebenfalls ein preisgünstiger Hase, der die Kinder mit der Verpackung überzeugt hat (5,5), jedoch nicht gänzlich mit dem Geschmack (4,9) und dem Aussehen (4,9).
Lindt-Goldhase Fr. 6.95, 200 Gramm Note: 4,83 Der Klassiker unter den Schoggihasen holte sich die beste Note im Bereich Geruch (5,6). Auch im Geschmack (5,4) ist er vorne mit dabei. Das Aussehen wurde mit 2,8 benotet.
Coop-Bio-Hase Fr. 4.20, 150 Gramm Note: 4,77 Knapp ist dieser Hase am letzten Platz vorbeigeschrammt. Das Aussehen und der Geruch waren o. k. (4,9), wie auch der Geschmack (4,8). Die Verpackung erhielt die Note 4,3.
Beck-Mor-Hase Fr. 13.20, 150 Gramm Note: 4,73 Eine gute Note holte dieser Hase im Geschmack (5) und beim Aussehen (5). Die Verpackung allerdings wurde nur mit der Note 4 bewertet. Er ist mit Abstand der teuerste.

Coop-Stehhase Milch Fr. 3.30, 280 Gramm Note: 5,31 Der günstigste Hase ist der Testsieger. Besonders überzeugt hat er die Kinder mit dem Geschmack (Note 5,6). Leicht abgefallen ist er mit der Verpackung (Note 4,9).

AZ