Ehrgeizige Ziele hat sich der Gemeinderat Windisch gesetzt: Mit dem Energiefonds will er Massnahmen und Projekte unterstützen, die den Einsatz erneuerbarer Energien steigern, die Energieeffizienz verbessern, zum bewussteren und sparsameren Umgang mit Energie und einer Optimierung in den Bereichen Abfall, Abwasser, Wasser und Mobilität führen. Die Rede ist von informellen und strategischen, nicht aber von baulichen und technischen Massnahmen wie etwa die Installation von Solaranlagen oder der Verkauf von energieeffizienten Geräten, hält der Gemeinderat fest.

Der Energiefonds besteht seit 2005. Gespeist wird er jährlich durch das Elektrizitätswerk Windisch. Allerdings: Bisher haben die Bestimmungen zu Ziel, Zweck und Verwendung der Mittel weitgehend gefehlt. Dieser Umstand soll sich mit dem jetzt vorliegenden Reglement Energiefonds ändern. Über das Werk entscheidet der Einwohnerrat.

Der jährlich zur Verfügung stehende Gesamtbetrag liegt laut Behörde bei rund 53 000 Franken. Die Massnahmen werden über einen Masterplan abgeleitet und jährlich durch den Gemeinderat freigegeben.

Mehr als nur Stromkonsum

Noch ein weiteres Mal wird die Rede auf das Thema «Energie» kommen im Windischer Einwohnerrat. Beantwortet werden die Motionen «Förderung erneuerbarer Energie – Reduktion Atomstrom» sowie «Sparsamer Umgang mit elektrischer Energie». Eingereicht wurden die Vorstösse von Heiko Loretan (CVP), Adrian Deubelbeiss (SP) sowie Martin Schibli (EVP).

Der Gemeinderat weist in seiner Antwort darauf hin, dass sich die Gemeinde ein umfassendes Energiekonzept auferlegt habe, das über den Stromkonsum hinausgehe. Der gemeindeeigene Stromkonsum – inklusive Betriebe – werde laufend optimiert und gesenkt.

Überdies seien durch die Fachkompetenzen beim Elektrizitätswerk sowie bei der Abteilung Planung und Bau niederschwellige Beratungsangebote vorhanden. Mit attraktiven Abnahmetarifen des Elektrizitätswerks Windisch würden erneuerbare Produktionsanlagen gefördert.

Keine Verzerrungen zulassen

Mit der Beschaffung energieeffizienter Gräte ergebe sich – durch den geringeren Stromverbrauch – ein Vorteil in der Stromrechnung des Kunden, fährt der Gemeinderat fort. Weitergehende direkte Anreize zu schaffen sei nicht Aufgabe einer Gemeinde. Mit dem Label «Energiestadt» sei Windisch die Verpflichtung eingegangen, sich vorbildlich zu verhalten, führt der Gemeinderat aus.

«Mit der Umsetzung der entsprechenden Programme und Massnahmen können die Verbesserungen im verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit allen Energieformen laufend belegt und mitverfolgt werden», so die Behörde. «Bei der Gestaltung aller Tarife gilt es in erster Linie transparent zu sein und keine verzerrenden Umlagerungen zuzulassen.»

Einwohnerrat Windisch Mittwoch, 25. Juni und Mittwoch, 2. Juli, jeweils 19 Uhr, Gemeindesaal, Gemeindehaus 8. Stock.