Brugg-Lauffohr

Die definitive Dosieranlage vor der Vogelsangbrücke geht noch in diesem Jahr in Betrieb

Mit der Erneuerung werden nun konkret Kabel in den Boden verlegt.

Mit der Erneuerung werden nun konkret Kabel in den Boden verlegt.

Der Verkehr zwischen Brugg und Lauffohr wird in Spitzenzeiten zurückgehalten, um das Siedlungsgebiet zu schützen. Aktuell laufen Montagearbeiten an der Aussenanlage. Die Tiefbauarbeiten und die Installationsarbeiten am Steuerschrank sind abgeschlossen.

Die mobile Dosieranlage vor der Vogelsangbrücke in Brugg-Lauffohr bewährt sich, hat das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) Anfang dieses Jahres festgehalten. Nur: Das Lichtsignal – aufmerksamen Autofahrern ist es nicht entgangen – ist plötzlich spurlos verschwunden. Was ist der Grund? Das bisherige Provi­sorium wird durch eine definitive Lösung ersetzt, antwortet Daniel Schwerzmann vom BVU. Deshalb seien die mobilen Masten und Signale demontiert worden. Erstellt wurden stattdessen neue Fundamente und Masten, an denen die Signale montiert werden können.

Der Hintergrund: Der Verkehr aus dem Unteren Aaretal nimmt zu. Vor allem in den Spitzenzeiten am Morgen und am Abend geraten die Fahrzeuge regelmässig ins Stocken im Gebiet Vogelsang, weil die Einmündung der Vogelsangstrasse in Richtung Gebenstorf und Turgi begrenzt ist. Um die Rückstaus vor das besiedelte Gebiet zu verlegen, hat der Kanton im Herbst 2014 die mobile Dosieranlage eingerichtet, die während der Hauptverkehrszeiten in Betrieb ist. Diese misst mit Sensoren das Verkehrsaufkommen und hält die Fahrzeuge bei Bedarf zurück.

Stromversorgung wird dauerhaft erstellt

Die Ampelsteuerung vor der Vogelsangbrücke sei eine Massnahme aus dem Gesamtkonzept Verkehrsmanagement Brugg, fügt Schwerzmann an. Neben der Staufreihaltung und dem Schutz des Siedlungsgebiets ist sie auch Teil der Verkehrslenkung nach Brugg Zentrum und im Weiteren zu den Autobahnanschlüssen: Brugg Seebli über Windisch/Hausen und Baden West über Gebenstorf/Birmenstorf.

Mit der Erneuerung werden nun konkret Kabel in den Boden verlegt, die Stromversorgung – heute von den Strassenlampen – dauerhaft erstellt, das Steuergerät an die kantonale Kommunikationsinfrastruktur angeschlossen und die verschiedenen Anlageteile sauber mit Fundamenten im Boden versetzt. «Zudem wird die Technik wie zum Beispiel die Verkehrserfassungskameras auf den neusten Stand gebracht», führt Schwerzmann aus.

Störungen werden zentral erfasst

«Für eine noch feinere Steuerung wird zudem die Sensorik ergänzt.» Er spricht von einer zuverlässigen und wartungsarmen Anlage, die durch die Inte­gration in die Verkehrsrechner-Infrastruktur zentral überwacht werden kann. «Das ermöglicht eine Koordination mit den umliegenden Verkehrssteuerungen in der Region und damit eine optimale Abstimmung der Ein- und Ausschaltzeitpunkte und der Dosierstufen.» Überdies würden Störungen zentral erfasst, was Ausfallzeiten minimiere.

Die Tiefbauarbeiten und die Installationsarbeiten am Steuerschrank sind mittlerweile allesamt abgeschlossen. Aktuell laufen die Montagearbeiten an der Aussenanlage. Die Inbetriebnahme wird noch in diesem Jahr erfolgen. Ursprünglich vorgesehen war sie in diesem Sommer. Die Anpassung des Termins ist laut Daniel Schwerzmann auf Entwicklungsverzögerungen bei Technologien im Bereich der Steuerungs­logik und der Integration in die übergeordnete Verkehrsrechner-Infrastruktur zurückzuführen.

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