Hausen

Die Dahlihaus-Rettung wird publiziert

Der Vorstand des Vereins Pro Dahlihaus informiert die Mitglieder an der GV im Wohnheim Domino.

Der Vorstand des Vereins Pro Dahlihaus informiert die Mitglieder an der GV im Wohnheim Domino.

Pro Dahlihaus hat den Zweck erfüllt – für die Dokumentation der Bürgerbewegung hängt der Verein noch ein Jahr an.

Zur sechsten Generalversammlung erschien ein grosser Teil der 142 Mitglieder im Wohnheim Domino in Hausen und liess sich am Dienstagabend vom Vorstand des Vereins Pro Dahlihaus informieren. Eigentlich hätte diese Generalversammlung die letzte sein sollen, denn das Ziel, das Dahlihaus zu retten, wurde vor einem Jahr erreicht.

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung erhielt damals Bauherr Robert Kühnis den Zuschlag, das Dahlihaus zu kaufen und zu restaurieren. Mittlerweile sind rund neun Monate Bauzeit vergangen, die Wohnung des ehemaligen Taglöhners Hans Dahli ist renoviert und erstrahlt in neuem respektive altem Glanz. Momentan führen die Zimmerleute in schwindelerregender Höhe Arbeiten am Dach aus.

Geht in alle Haushaltungen

Von einer einmaligen Bürgerbewegung, die zur Rettung des Dahlihauses führte, sprach Hans-Peter Widmer. Der Journalist und frühere Vizeammann hatte die Idee, die 2012 lancierte Geschichte – aufgrund der gemeinderätlichen Abbruchankündigung – in Dokumentationsform herauszugeben.

«Die Geschichte der Rettung, der Sanierung und des Erhaltens verdient es, im kollektiven Gedächtnis zu bleiben», sagte er. Gemeinsam mit fünf weiteren Journalistinnen und Journalisten arbeitet er an der 52-seitigen Dokumentation, die in 13 Kapitel aufgeteilt ist und rechtzeitig zur Fertigstellung des Dahlihauses erscheinen soll. Rund 1700 Exemplare sollen in alle Haushaltungen verteilt werden. Im Mittelpunkt steht die Rettung des 459-jährigen Hochstudhauses, daneben wird auch den einstigen Hausbewohnern ein Kapitel gewidmet, der 16-jährige Zimmermannlehrling auf der Dahlihaus-Baustelle kommt zu Wort ebenso Gemeindeammann Eugen Bless zur künftigen Entwicklung der Gemeinde Hausen. Kantonsarchäologin Cecilie Gut, Heiko Dobler von der Kantonalen Denkmalpflege sowie Historiker Jürg Stüssi-Lauterburg sind als Gastautoren aufgeführt.

Nach der Vorstellung des Projekts stimmten die anwesenden Vereinsmitglieder einerseits dem Antrag zu, die Trägerschaft für diese Dokumentation zu übernehmen und andererseits genehmigten sie die vorgeschlagenen 4000 Franken an die Finanzierung der Dokumentation, die mit rund 14 000 Franken an Gesamtkosten veranschlagt ist. In der Finanzierung aufgelistet ist ausserdem ein Beitrag durch den Swisslos-Fonds. Diesen Antrag kann nur eine Trägerschaft stellen.

Was passiert mit dem Verein?

Die Frage, wie und ob es überhaupt mit dem Verein weitergeht, stellt sich nun in einem Jahr wieder. Vorstandsmitglied Kurt Schneider hatte die Anwesenden zuvor über die Umfrage informiert, welche dieser Frage im letzten Herbst nachgegangen war.

Es gebe keine klare Aussage, dafür eine Tendenz. «Die grösste Zustimmung erhielt der Vorschlag, den Verein aufzulösen und die Mittel einem guten Zweck zukommen zu lassen», sagte Schneider. Eine klare Absage erhielt hingegen der Vorschlag eines Nachfolgevereins.

Kaum jemand von den Mitgliedern könnte sich vorstellen, sich dafür zu engagieren. «Dies hat auch damit zu tun, dass eine starke Idee dahinter sein muss. Die starke Idee hat sich mit der Rettung des Dahlihauses erfüllt», sagte Kurt Schneider.

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