Brugg

Die Bibliothek braucht Mittel und Platz

Blick in die Stadtbibliothek Brugg.

Blick in die Stadtbibliothek Brugg.

Neben dem Beitrag für den Betrieb beschäftigt in den Brugger Fraktionen auch der Standort der Stadtbibliothek.

Der Beitrag für den Betrieb der Brugger Stadtbibliothek im Zimmermannhaus steht zur Diskussion im Einwohnerrat übermorgen Freitag. Konkret ist die Rede von einer Erhöhung um 50'000 Franken auf neu jährlich wiederkehrend 180'000 Franken ab 2020.

Für die SP ist der Fall klar: Die Fraktion sagt Ja zum Antrag, denn sie will sich einsetzen für eine «gute und moderne Bibliothek, welche die Attraktivität von Brugg erhöht und für die Bevölkerung ein Treffpunkt werden kann». Dazu brauche es Mittel und Platz sowie auch genügend Anerkennung durch die Politik. Es sei wichtig, fügt die SP an, dass der Stadtrat Lösungen finde, damit die Bibliothek baldmöglichst über gute Raumverhältnisse verfüge und nicht erst auf ein neues Verwaltungsgebäude hoffen müsse.

Ähnlich tönt es bei der CVP, auch sie heisst den Beitrag gut. «Eine moderne Bibliothek gehört zur Infrastruktur einer prosperierenden Stadt und Region», stellt die Fraktion fest. Aber: «Die aktuellen Räumlichkeiten im Zimmermannhaus sind zu eng, als dass das vom Verein Stadtbibliothek Brugg erarbeitete, attraktive und zukunftsweisende Konzept auch umgesetzt werden könnte.» Mit dem für die in Zukunft ins Auge gefassten Umzug in den Bau der geplanten zentralen Stadtverwaltung an der Schulthess-Allee könnte ein Treffpunkt für Jung und Alt entstehen. Bis zur Realisierung dieses Neubaus könnte sich die CVP einen befristeten Standort der Bibliothek vorstellen im Effingerhof oder in anderen leerstehenden Räumen.

Für GLP bleibt Beitrag moderat

Die GLP stimmt dem Antrag ebenfalls zu. Im Vergleich mit anderen städtischen Bibliotheken, führt die Fraktion aus, sei der öffentliche Beitrag auch nach der Erhöhung moderat. «Mit den bisher zur Verfügung stehenden Mitteln konnte in erster Linie der Ausleihebetrieb finanziert werden», so die GLP. Eine moderne Bibliothek habe aber einen umfassenderen Auftrag in den Bereichen Bildung und Soziales. «Gerade im Hinblick auf die dringend notwendige flächenmässige Ausdehnung der Bibliothek an einem neuen Ort müssten jetzt die Grundlagen geschaffen werden, damit diese Aufgaben professionell und im nötigen Umfang umgesetzt werden können.»

Für die FDP geht aus der Vorlage leider nicht hervor, wie sich die 180'000 Franken rechnen. «Es wird lediglich auf die Hauptaufgaben verwiesen. Für eine abschliessende Beurteilung werden weitere Erkundigungen eingeholt», hält die Fraktion fest. Generell werde die Arbeit des Vereins unterstützt, einen zeitgemässen Medienverleih in der Stadt Brugg für die Region Brugg anzubieten.

Für SVP ist Steigerung stossend

Auch die SVP schätzt die vom Verein Stadtbibliothek erbrachten Dienstleistungen für die Erwachsenen und Kinder. Allerdings: Als stossend erachtet die Fraktion nebst der bereits jetzt beabsichtigten Kostensteigerung jene Kostensteigerung, die sich bereits am Horizont abzeichne und letztendlich 350'000 Franken betrage, obwohl das operative Ergebnis der Stadt Brugg nach wie vor negativ ausfalle. Die SVP kann sich des Eindrucks nicht erwehren, fährt sie fort, dass der Bevölkerung das auch schon als überdimensioniert bezeichnete Vorhaben mit der Konzentration der Verwaltung auf dem Areal «Alte Post» schmackhaft gemacht werden soll, wo die Bibliothek künftig angesiedelt sein soll.

Begrüsst und als sinnvoll erachtet wird von den Fraktionen, als weiteres Geschäft, die Bestellung einer Spezialkommission für die Revision der Ortsplanung. Der Baukredit von 1,36 Mio. Franken für die Erneuerung und Umnutzung der Zivilschutzanlage Stäblistrasse ist ebenfalls unbestritten.

Einwohnerrat am Freitag, 25. Januar, 19.30 Uhr, Rathaussaal.

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