Brugg/Windisch
Die Bevölkerung sagt bei der Ortsplanungsrevision, wo es langgeht

Am zweiten öffentlichen Forum in rund zwei Wochen soll ein nächster Schritt zur gemeindeübergreifenden Ortsplanungsrevision in Brugg und Windisch gemacht werden. Bereits 2014 soll ein erster Entwurf des Projekts stehen.

Michael Hunziker
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Die Gemeinden Windisch und Brugg spannen bei der Ortsplanungsrevision zusammen.

Die Gemeinden Windisch und Brugg spannen bei der Ortsplanungsrevision zusammen.

Emanuel Freudiger

Nächster Schritt bei der umfangreichen Ortsplanung unter dem Titel «Raum Brugg Windisch»: Am zweiten öffentlichen Forum am 21. September kommen die Grundsätze und Ziele für die Entwicklung der Region zur Sprache.

Es sei von grosser Bedeutung, dass die Bevölkerung am Forum teilnehme, die Stossrichtung der gemeindeübergreifenden Planung festlege, sagen der Windischer Vizeammann Heinz Wipfli und der Brugger Stadtammann Daniel Moser. «Jetzt wird ersichtlich, welche Bereiche als wichtig erachtet werden, was allenfalls fehlt, wohin der Weg führen soll», erklärt Heinz Wipfli. «Wir wollen die Meinungen einholen und eine breite Akzeptanz erreichen.»

Zentrale Anliegen

Dieser Aussage stimmt Daniel Moser zu: «Es ist der richtige Moment, um sich und seine Anliegen einzubringen, um mitzuwirken und mitzugestalten.» Auch wenn es derzeit noch nicht um konkrete Massnahmen, um einzelne Grundstücke gehe, kämen zentrale Anliegen auf den Tisch. Projektleiterin Barbara Gloor von der Firma Metron spricht denn auch von einem «ganz entscheidenden Vormittag».

Der Hintergrund: Die Stadt Brugg und die Gemeinde Windisch packen die Gesamtrevision der Zonenpläne und der Bau- und Nutzungsordnungen gemeinsam an. Unter dem Titel «Raum Brugg Windisch» wird in einer ersten Phase ein Räumliches Entwicklungsleitbild erarbeitet. Dieses stellt die Weichen in den Bereichen Siedlung, Landschaft, Verkehr und Infrastruktur (separater Text).

Die Bevölkerung ist am öffentlichen Forum zur Mitarbeit eingeladen. Nach einer Einführung behandeln die Teilnehmenden in verschiedenen Gruppen abwechselnd die vier Themenfelder. Für Heinz Wipfli und Daniel Moser steht fest: «Es gibt viel zu besprechen.»

Zeithorizont: 20 bis 25 Jahre

Wie geht es weiter? Im Frühling 2014 soll der Entwurf des Räumlichen Entwicklungsleitbilds in einem dritten Forum mit der Bevölkerung diskutiert und im Anschluss in definitiver Form ausgearbeitet werden. Parallel dazu entstehen die ersten Teile des Kommunalen Gesamtplans Verkehr (KGV) und des Landschaftsentwicklungskonzepts (LEK).

Nach der schriftlichen Vernehmlassung wird das Räumliche Entwicklungsleitbild von den Gemeindebehörden beschlossen. Es ist behördenverbindlich und weist einen Zeit-
horizont von 20 bis 25 Jahren auf. Es bildet die Basis für das formelle Nutzungsplanungsverfahren.

Zweites öffentliches Forum Raum Brugg Windisch: Samstag, 21. September, 8.45 bis 13 Uhr (Einlass ab 8.15 Uhr;
Kaffee und Gipfeli), Sportausbildungszentrum Mülimatt; Anmeldung bis 18. September an forum@raumbruggwindisch.ch. Informationen auf www.raumbruggwindisch.ch.

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