Hausen
Die Bevölkerung hat das Schicksal des Dahlihauses in den Händen

Erhalten, ergänzen oder neu bauen lautet die Frage in Hausen: Die Stimmberechtigten entscheiden über einen Kredit von 80000 Franken für ein Entwicklungsprogramm für das Areal Dahlihaus. In drei Jahren soll der Prozess abgeschlossen sein.

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Das markante Dahlihaus befindet sich an zentraler Lage.

Das markante Dahlihaus befindet sich an zentraler Lage.

zvg

In einem Zustandsbericht, den der Gemeinderat Hausen Ende 2011 in Auftrag gab, wurde der Zustand des Dahlihauses als schlecht eingestuft, notwendige Sanierungsmassnahmen als anspruchsvoll bezeichnet.

An einer Informationsveranstaltung im Juni 2012 stellte der Gemeinderat deshalb in Aussicht, das Gebäude abreissen zu lassen, wenn sich keine Gruppierung oder Privatperson für den Fortbestand ausspricht. «An dieser Veranstaltung gingen die Wogen seitens der Gegner und Befürworter hoch», erinnert sich der Gemeinderat. Interessierte Personen schlossen sich in der Folge zur «Aktionsgruppe Pro Dahlihaus» zusammen. Im Januar dieses Jahres schliesslich fand die Gründung des Vereins «Pro Dahlihaus» statt.

Fast 400 Jahre alt

Damit die Bevölkerung über das Schicksal des Dahlihauses entscheiden kann, ist eine Vorlage zuhanden der Gemeindeversammlung erarbeitet worden. Das Dahlihaus sei eine markante Liegenschaft, das Areal befinde sich an zentraler Lage im Dorfkern «und so ist es wichtig, dass die Bevölkerung entscheidet, was mitten in der Holzgasse entstehen soll», ist in den Unterlagen festgehalten.

Das fast 400 Jahre alte Gebäude sei das älteste Hochstudhaus in Hausen. «Es ist ein Zeugnis früherer Bau- und Lebensweise und hat eine lokalhistorische, bauhandwerkliche und ortsbildprägende Bedeutung.» Der Standort habe sich in den letzten Jahren als geeigneter Begegnungsort für einen spontanen Treff, verschiedene kulturelle Veranstaltungen sowie Dorffeste etabliert. Aber ohne direkten Nutzen und ohne Unterhalt sei das Gebäude dem Zerfall geweiht.

Viele Möglichkeiten denkbar

Die Gemeinde hat laut Gemeinderat «die einmalige Chance, an dieser zentralen Lage die Nutzung und Gestaltung einer Liegenschaft mitzubestimmen und damit den grösstmöglichen Gesamtnutzen zu generieren». Nutzungsmöglichkeiten seien viele denkbar: Wohnen, Verkaufsflächen, Büro, Dienstleistungen, Flächen für öffentliche Nutzungen.

Abgeschlossen sein soll der Entwicklungsteil spätestens in drei Jahren. Dann steht gemäss Gemeinderat eine Studie zur Verfügung, welche die Entwicklungsmöglichkeit des Areals zeigt. «Es ist geklärt, in welcher Form das ehemalige Dahlihaus in Projekten wieder zu finden ist.»

Weiter zur Diskussion stehen an der Gemeindeversammlung die Rechnung 2013, Kreditabrechnungen sowie Einbürgerungen. (mhu)

Gemeindeversammlung Donnerstag, 19. Juni, 20 Uhr, Mehrzweckhalle.