Brugg

Die Belastung steigt: Regionalpolizei braucht mehr Personal

Die Anforderungen an die Polizei sind gestiegen.

Die Anforderungen an die Polizei sind gestiegen.

Der Einwohnerrat Brugg entscheidet an der nächsten Sitzung über die Aufstockung der Stellenprozente für zusätzliche Polizisten sowie den jährlich wiederkehrenden Kredit von 304'000 Franken und den einmaligen Kredit von 122'000 Franken.

Die Belastung ist massiv gestiegen für die Brugger Polizisten in den letzten Jahren: Die Bevölkerung ist gewachsen, die Gesellschaft hat sich verändert, der Strassenverkehr hat zugenommen, die Zahl an Grossveranstaltungen und Einsätzen hat sich erhöht.

Allein für die 144 Einsätze bei häuslicher Gewalt mussten im vergangenen Jahr um die 300 Arbeitsstunden aufgewendet werden. Die Einsatzzeiten haben sich ebenfalls verschoben, gefragt ist eine permanente Polizeipräsenz – auch, um Delikten vorzubeugen.

Gemäss Stadtrat ist eine Aufstockung um zwei Stellen zwingend notwendig: um das Arbeitsvolumen bewältigen und den Anforderungen im täglichen Einsatz gerecht werden zu können, aber auch, um die sichtbare Präsenz der Polizei im öffentlichen Raum zu steigern. Weil die Tätigkeiten im administrativen Bereich ebenfalls erheblich zugenommen haben, ist beim Verwaltungspersonal eine Erhöhung um 0,8 Stellen vorgesehen.

Richtwert für Korpsbestand wird deutlich unterschritten

Über die zusätzlichen insgesamt 280 Stellenprozente sowie den jährlich wiederkehrenden Kredit von 304'000 Franken und den einmaligen Kredit von 122'000 Franken entscheidet der Einwohnerrat an seiner nächsten Sitzung am 19. Juni.

Die im 2007 gegründete Regionalpolizei (Repol) Brugg besteht derzeit aus 20 Polizeistellen sowie 2,2 Verwaltungsstellen. Zuständig ist die Organisation für die lokale öffentliche Sicherheit von rund 45800 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Berechnung des Korpsbestands – die Anzahl der Polizisten pro Einwohner – ist festgelegt in der Aargauer Polizeiabgeltungsverordnung. Für die Repol Brugg wird von einem Personalbedarf von 25,7 Stellen ausgegangen für die Erfüllung der Aufgaben und die Sicherstellung der polizeilichen Grundversorgung. Anders gesagt: In Brugg wird dieser Richtwert derzeit deutlich unterschritten und soll deshalb angepasst werden.

Die Kostenbeteiligung an der Regionalpolizei Brugg ist mit den beteiligten Gemeinden festgelegt im Gemeindevertrag vom 1. Januar 2013. Damit die Pro-Kopf-Beiträge für die Periode 2021–24 termingerecht vorliegen – und auch die Vertragsgemeinden die geplanten Stellenerhöhungen in ihren Finanzplänen berücksichtigen können – muss die Personalplanung rechtzeitig abgeschlossen werden, heisst es in der Botschaft an den Einwohnerrat.

Einwohnerrat Freitag, 19. Juni, 19.30 Uhr, Campussaal.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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