Wer kennt sie nicht? Die Plastiken von Herbert Distel an der Zürcherstrasse in Windisch. Für die einen sehen sie aus wie Aargauer Rüebli, für andere wie Farbstiftspitzen. Jedenfalls wurden die sieben Kegel in unterschiedlichen Orange-Farbtönen ab 1969 das Kennzeichen der damals neuen Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) Brugg-Windisch. Heute sind sie Blickfang auf dem modernen Campus-Areal der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW).

Vergangene Woche von Montag bis Mittwoch wurden die Plastiken neu lackiert. Auf Facebook wurde schon gerätselt, was der Auslöser für diese Massnahme gewesen sei und ob sich die Farbe ändern würde. «Eine solche Neulackierung geschieht etwa alle 10 bis 15 Jahre», sagt Sprecher Sandro Nydegger von der Hochschule für Technik FHNW auf Nachfrage der AZ. Grund für die Arbeiten war dieses Mal, dass der alte Lack beschädigt war und es Risse gab, durch die Wasser in die Plastiken eingedrungen ist.

Kosten von 10'800 Franken

Durchgeführt und bezahlt wurde die sanfte Renovation der farbigen Kegel von der Gebäudeeigentümerin Immo-bilien Aargau. «Die Kosten betragen 10'800 Franken inklusive Mehrwertsteuer», so Sprecherin Claudia Penta vom zuständigen kantonalen Departement Finanzen und Ressourcen.

Die Plastiken von Herbert Distel wurden einst aus einem schweizerischen Wettbewerb mit über hundert Arbeiten zum Sieger erkoren. Gefüllt wurden die sieben Kegelformen aus armierter Polyester-Glasfaser mit Bleischrot und Polyesterharz. Die Neigungen ergeben sich aus den unterschiedlichen Gewichten.

Der Künstler sah ursprünglich vor, dass die Kegel beweglich bleiben und beliebig verstellt werden können. Das Material erwies sich aber als zu wenig widerstandsfähig. Zudem wurden die Kegel über die Hauptstrasse bis in den nahen Park der Klinik Königsfelden transferiert. Sie mussten demzufolge fixiert werden. Ein Aargauer Wahrzeichen sind sie dennoch geblieben.